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Sonnenwende 2014
20.06.2014

Sommersonnenwende: Darum ist morgen der längste Tag des Jahres

In Kiew feiern junge Ukrainer den Iwan-Kupala-Tag, das Fest der Sommersonnenwende. Verbreitete Tradition dabei: Der Sprung über ein Lagerfeuer.
Foto: Sergey Dolzhenko (dpa)

Die Sommersonnenwende 2014 steht an. Morgen ist der längste Tag des Jahres - und damit auch die kürzeste Nacht. Auch das Wetter passt diesmal zur Sonnenwende.

Was ist eigentlich die Sommersonnenwende? Mit diesem Begriff bezeichnet man den Zeitpunkt, an dem die Sonne ihren höchsten Stand über dem Horizont erreicht. Das ist jedes Jahr am 21. Juni der Fall - er ist damit zugleich der längste Tag des Jahres. Danach werden die Nächte wieder länger und die Tage kürzer.

Die Nacht der Sommersonnenwende ist also die kürzeste des Jahres. Am eindrucksvollsten erlebt man dieses Naturspektakel in Skandinavien. Dort, wo die Winter lang und dunkel sind, wird der längste Tag des Jahres 2014 wieder besonders gefeiert. Für die Schweden ist das Mittsommerfest mittlerweile fast wichtiger als Weihnachten.

Aber auch bei uns wird die Sonnenwende vielerorts gefeiert. Um diesen Tag zu ehren, finden überall Veranstaltungen statt, bei denen ein Feuer entzündet wird. Dies geschieht meist zwischen dem 15. Juni, dem Tag des Heiligen Veit, und dem 24. Juni, dem Johannistag. Deswegen wird in diesem Zusammenhang auch oft von Veit- oder Johannisfeuer gesprochen. Der Brauch soll die abnehmende Sonne in den Herbst hinein unterstützen. Außerdem hat das Feuer eine reinigende Funktion: Junge Paare sollen Hand in Hand über das Feuer springen, um so eine moralische Reinigung zu erfahren. Wer's mag...

Sommersonnenwende: Feuer soll die Ernte schützen

Darüber hinaus soll das Feuer Fruchtbarkeit schaffen und die Ernte der Bauern fördern. So weit das Feuer leuchtet, ist die Gegend vor Hagel, Gewitter oder Ungeziefer geschützt - so zumindest der Glaube am Tag der Sommersonnenwende. Mancherorts wird auch eine Flasche Weihwasser in das Feuer geworfen, um die Reinheit sicherzustellen. Das Feuer hat also eine Art Opfercharakter.

Der Ursprung des Festes liegt übrigens im Namenstag von Johannes dem Täufer, dem 24. Juni. Der Tag fiel damit in die Zeit der Sommersonnenwende. Inzwischen feiern die Schweden den Mittsommertag zwischen dem 20. und 27. Juni.

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Die Sonne scheint am längsten Tag des Jahres

Im vergangenen Jahr war die Sonnenwende auch ein Thema für Google. Die Suchmaschine widmete diesem Tag ein eigenes Doodle - eine animierte Illustration von Christoph Niemann. Mal sehen, ob das auch dieses Jahr wieder der Fall ist. Wenn ja, müsste Google dafür allerdings seine Reihe von WM-Doodles unterbrechen.

Ganz unabhängig von Google-Doodles und Feuer-Feiern gibt es auf jeden Fall eine gute Nachricht für morgen: Das Wetter passt. Es wird um die 21 Grad warm, die Sonne scheint. Na dann: Fröhliche Sommersonnenwende 2014.   AZ

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