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Rassismus

07.07.2020

Spotify löscht rechtsextreme Songs von Rapper

Spotify ist als Musikstreamingdienst beliebt. Das Unternehmen liegt laut Statista noch vor Apple Music.
Bild: Fabian Sommer, dpa-tmn

Abonnenten des Musikstreamingdienstes Spotify haben durch massive Kritik bewirkt, dass das Unternehmen die Songs von Chris Ares von der Plattform nimmt.

Spotify hat als Reaktion auf die Kritik von Abonnenten die Songs von Rapper Chris Ares von der Plattform genommen. Laut Redaktionsnetzwerk Deutschland wird der Musiker seit 2016 vom bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem kategorisiert. In seinem Debütalbum, das er Anfang Juli veröffentlichte, rappt Ares unter anderem gegen Migranten. "Geh mal lieber weg mit deiner Autotune Migrantenbande" heißt es in seiner Single "Neuer Deutscher Standard". Er bezeichnet sich selbst als "deutscher Junge" und rappt davon, dass die deutsche Jugend verdorben sei.

 

Nutzer kritisieren Spotify in sozialen Netzwerken

Das Album des in Freiburg geborenen Rappers ist aktuell in den iTunes-Charts auf Rang zwei platziert. Seine Songs landeten in Playlists von Spotify-Nutzern und die beschwerten sich in den sozialen Netzwerken wie Twitter. Auch der FDP-Politiker Konstantin Kuhle kritisiert Spotify in einem Tweet: "Ich habe null Verständnis dafür, dass @SpotifyDE rechtsextremer Musik eine Plattform bietet. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung kann nicht nur durch den Staat alleine verteidigt werden. Auch Private haben eine Verantwortung!". Ares ruft nun auf Instagram dazu auf, sein Album auf der Seite seines Verlags herunterzuladen. Der bezeichnet sich selbst als "heimatverbunden".

 

(lesa)

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