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Sternschnuppen
11.08.2020

Sternengucker aufgepasst: Diese Lichtspektakel erhellen den Nachthimmel

Sternschnuppen der Perseiden werden am Nachthimmel zu sehen sein.
Foto: Christian Steinmüller (Archivbild)

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch leuchten Sternschnuppen am Nachthimmel. Anfang September rast ein Mini-Asteroid an der Erde vorbei. Was Sternenfreunde wissen sollten.

Von Dienstag auf Mittwoch können alle Hobbyastronomen und Weltrauminteressierte mit einem Spektakel am Nachthimmel rechnen. Die Erde trifft auf zahlreiche Trümmerteilchen eines Kometen. Verglühender Kometenstaub wird für ein Spektakel am Nachthimmel sorgen: Der Sternschnuppenstrom der Perseiden erreicht in der Nacht vom Dienstag sichtbar für alle Himmelsgucker und Hobbyastronomen seinen Höhepunkt, wie die Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland mitteilte.

Perseiden: Bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde fallen im August

Dann sei stündlich mit bis zu 100 verglühenden Meteoren am Himmel zu rechnen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt rechnet mit etwas weniger Sternschnuppen - rund 60 pro Stunde, also durchschnittlich eine jede Minute.

 

Eine besonders gute Sicht gebe es am Dienstag in den späten Abendstunden. Gegen Mitternacht gehe der Mond auf, so dass schwächere Sternschnuppen dann nicht mehr zu sehen seien. Wer sich etwas wünschen möchte, muss seinen Blick am Abend nach Osten oder Nordosten wenden, denn dort geht das Sternbild Perseus auf, nach dem die Meteore benannt sind. 

Sternschnuppen der Perseiden: Freie Sicht in Richtung Nordosten

Dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach zufolge ist in Richtung Nordosten die Sicht sternenklar. Im Süden bleibt feuchte Luft und tagsüber können sich am Dienstag in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Teilen von Nordrhein-Westfalen Gewitter bilden. Dort könnten Restwolken und diesige Luft die Sicht versperren. Chancen gebe es dennoch überall, weil man nicht sagen könne, wo die Gewitter entstehen. 

Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Perseus zu entspringen. Die wahre Ursache der Perseiden liegt jedoch an anderer Stelle: Auf ihrer Bahn um die Sonne fliegt die Erde "durch eine Wolke kleiner Kometentrümmerteilchen", die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn hinterlassen hat, schreiben die Sternfreunde. Er wurde 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. Für seine Reise um die Sonne benötigt er rund 133 Jahre. Das nächste Mal wird der Komet nach Astronomenberechnung im Jahr 2126 sichtbar sein. 

Sternschnuppennacht: Ferngläser werden nicht empfohlen

Mit 60 Kilometern pro Sekunde, das sind 216.000 Kilometer pro Stunde, sind die Perseiden recht schnell. Helle Objekte, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln, sind keine Seltenheit.  "Ein Fernglas oder Fernrohr hilft beim Beobachten wenig, da beide das Gesichtsfeld einschränken", erklärte Manfred Gaida, Astrophysiker im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Erfolgreicher sei die Suche mit dem bloßen Auge und für Fotografen eine stabil und windsicher aufgestellte Kamera mit einem gut abbildenden Weitwinkel- oder einem sogenannten Fisheye-Objektiv. "Am 1. September bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen", so machte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem launigen Tweet auf den Asteroiden aufmerksam. Asteroiden rasen sehr häufig an der Erde vorbei - meist aber in recht großem Abstand.

Noch ein Himmelsspektakel erwartet Sternenfreunde im kommenden Monat

"Am 1. September bitte nicht zu weit aus dem Fenster lehnen", so machte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einem launigen Tweet auf den Asteroiden aufmerksam, der an der Erde vorbei rasen wird. Asteroiden fliegen sehr häufig an der Erde vorbei - meist aber in recht großem Abstand.

 

Näher kommt unserem Planeten Anfang nächsten Monats der Asteroid "2011 ES4". Dann sause "ein Mini-Asteroid ziemlich knapp an der Erde vorbei". Bis auf rund 130.000 Kilometer - etwa ein Drittel der Distanz zwischen Erde und Mond - wird "2011 ES4" der Erde demnach nahe kommen. Sein Durchmesser werde auf 22 bis 49 Meter geschätzt, sagte Manfred Gaida von der DLR-Abteilung Erforschung des Weltraums. Da für den Asteroiden bisher erst wenige Messungen vorlägen, könne die genaue Größe noch nicht genannt werden.

Foto: Nasa (dpa)

Der Asteroid werde den sogenannten Apollo-Asteroiden zugerechnet, von denen man inzwischen etwa 4000 Bahnen kenne. Mit "Nahbegegnungen", bei denen ein Asteroid innerhalb der Mondbahn an der Erde vorbeirausche, sei durchschnittlich 2,4 Mal pro Jahr zu rechnen, sagte Gaida. (dpa)

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