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Clubhouse

21.01.2021

Streit um die App Clubhouse und den Umgang mit rechten Influencern

In den virtuellen Räumen der App Clubhouse können die User einem Audio-Chat anderer Clubhause-Anwender zuhören oder sich aktiv an dem Gespräch beteiligen.
Foto: Christoph Dernbach, dpa

Die App Clubhouse ist momentan ein Hype in Deutschland - und schon gibt es Streit. Wie sollte man auf der Audio-Plattform mit rechten Influencern umgehen?

Die US-Audio-App Clubhouse ist erst seit wenigen Tagen ein Hype in Deutschland, doch sie führt bereits zu heftigen Streitereien unter Usern aus der Medienbranche. Es geht bei dem Krach um den Umgang mit Accounts von Leuten, die dem rechten Spektrum zugerechnet werden. Auf Twitter entbrannte zu einer Clubhouse-Gesprächsrunde von Mittwochabend, die sich um das Thema "Lügenpresse" und Journalismus drehte, eine Debatte darüber, wieviel Raum man in Clubhouse-Talks Leuten aus dem rechten Spektrum geben dürfe. Hintergrund ist, dass bei dem Gespräch eine Influencerin beteiligt war, die zum rechten Spektrum gezählt wird. Journalisten beteiligten sich auch bei dem Audio-Talk.

Rechte Influencerin diskutiert auf Clubhouse mit Journalisten

Bei Clubhouse selbst ging es im weiteren Verlauf des Abends noch lange um diesen Vorfall. Journalisten und weitere User diskutierten und stritten lange darüber, wie man mit der Influencerin hätte umgehen sollen. Das Ganze drehte sich zeitweise auch darum, ob man sie nicht erneut für den weiteren Talk zulassen müsste, wenn man wieder schon so lange über sie rede.

Auf Twitter entbrannte ein Streit über Clubhouse

Auf Twitter wurden teilweise Screenshots von dem betreffenden Clubhouse-Gespräch veröffentlicht, das die Profilbilder von Teilnehmern samt Influencerin zeigten. Eine Journalistin, die den Tweet gepostet hatte, schrieb dazu fragend, was im Journalismus los sei, wenn Kollegen mit der Influencerin reden als wäre nichts.

Dafür erntete sie wiederum Kritik. Darunter von dem Journalisten Richard Gutjahr, der selbst Teil des Clubhouse-Talks war. Er schrieb auf Twitter: "Gegenfrage: Findest Du es okay, uns alle hier mit so einem Screenshot an den Pranger zu stellen? Die meisten Deiner Follower*innen müssen denken, wir hätten nicht kritisch mit ihr diskutiert. Gerade Du müsstest doch um der Wirkung eines solchen unfair verkürzten Tweets wissen."

Bei der Influencerin handelt es sich um Anabel Schunke. Sie reagierte am Donnerstag auf Twitter und kritisierte, dass "einfach ungeprüft das Narrativ der "rechten Influencerin"" übernommen werde. Sie schrieb zudem: "Bis heute hat sich niemand damit auseinandergesetzt, was jetzt genau an mir rechts, rassistisch oder angeblich transphob ist."  (dpa)

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