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Studie
13.07.2017

Kaffee ist wohl gesünder als gedacht

Kaffee wird zunehmend als positiv beschrieben. Dabei lang das Heißgetränk lange sogar als gesundheitsschädlich.
Foto: Symbolbild Tobias Hase (dpa)

Forscher wollen herausgefunden haben, welchen Einfluss das Getränk auf die Lebensdauer des Menschen hat.

Kaffeetrinken ist womöglich gesünder, als man bislang gedacht hat. Zu diesem Schluss jedenfalls kommt ein internationales Forscherteam, nachdem es sich Sterbedaten von mehr als einer halben Million Menschen aus zehn europäischen Ländern angeschaut hat. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in den „Annals of Internal Medicine“.

Demnach war die Wahrscheinlichkeit bei den untersuchten Männern mit sehr hohem Kaffeekonsum (in Deutschland über einen halben Liter am Tag), innerhalb des Beobachtungszeitraumes von 16 Jahren zu sterben, deutlich niedriger als bei Nicht-Kaffeetrinkern – nämlich zwölf Prozent (bei Frauen waren es sieben Prozent).

Studie ist keine Empfehlung, viel Kaffee zu trinken

Um die gesundheitlichen Effekte von Kaffee wirklich isoliert betrachten zu können, rechneten die Forscher viele andere wichtige Einflüsse, beispielsweise Ernährung und Rauchen, heraus. Zwar warnte Hauptautor Marc Gunter vor zu großer Euphorie bei Kaffeetrinkern. Eine Empfehlung, viel Kaffee zu trinken, wollte er jedenfalls nicht aussprechen.

Dennoch legten die Ergebnisse nahe, dass moderater Kaffeegenuss von etwa drei Tassen am Tag nicht nur nicht schädlich für die Gesundheit sei, sondern dass Kaffee sogar gesundheitliche Vorteile haben könnte.

Immer mehr Studien stellen Kaffee positiv dar

Kaffee ist den Studienautoren zufolge eines der beliebtesten Getränke der Welt: Schätzungen zufolge werden jeden Tag immerhin 2,25 Milliarden Tassen rund um den Globus getrunken – und das, obwohl Kaffee lange Zeit als gesundheitsschädlich galt.

Kaffee besteht – je nach Sorte und Zubereitung – aus mehr als 1000 verschiedenen Stoffen, darunter Koffein. Erst im vergangenen Jahr gab die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) bekannt, dass sich ein erhöhtes Krebsrisiko durch Kaffee nicht belegen lasse. Die IARC ist eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation, der WHO.

Die neue Studie reiht sich nun in eine wachsende Zahl von Untersuchungen ein, die das negative Image des Kaffees zusehends widerlegen oder gar dessen positive Effekte feststellen. (dpa)

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