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12.08.2010

Studie: Mehr psychische Probleme bei Kindern

Studie: Mehr psychische Probleme bei Kindern
Foto: DPA

Hamburg (dpa) - Hoher Leistungsdruck führt bei Kindern und Jugendlichen zunehmend zu psychosomatischen und psychischen Problemen.

Rund ein Viertel der bis zu 18-Jährigen in Deutschland leiden nach einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) etwa an Kopf- und Bauchschmerzen, Unruhe, Depression oder Ängsten. In den 90er Jahren lag der Anteil noch bei etwa 20 Prozent, wie der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort am Donnerstag sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des "Hamburger Abendblatts".

"Kinder sind heute unglaublich diszipliniert und leistungsbereit", betonte Schulte-Markwort. "Im Prinzip ist das ja etwas Gutes - aber nicht, wenn sie nicht mehr merken, dass sie sich überfordern, oder wenn ihre Eltern überhöhte Anforderungen stellen." Die schulische Belastung könne auch bei Jugendlichen schon ein Burnout-Syndrom ("burn out" = ausbrennen) zur Folge haben. Er sei inzwischen "mutiger" geworden und verwende diesen Begriff schon für Betroffene im Kindes- und Jugendalter. "Aber das muss wissenschaftlich noch diskutiert werden."

Erschreckend an der Studie sei vor allem die hohe Zahl von Kindergarten- und Grundschulkindern mit sogenannten somatoformen Problemen wie etwa Kopf- und Bauchschmerzen, sagte Schulte-Markwort. "Das hat deutlich zugenommen." An Kopfschmerzen litten bereits vier Prozent der Erstklässler, in der vierten Klasse seien es zehn Prozent der Schüler. "Das sind relevante Zahlen." Außerdem hätten die Kinder regelmäßig Kopfweh - es handele sich nicht um Einmal-Phänomene.

Ein großes Problem dabei: Diese Beschwerden sind häufig die "Eingangssymptomatik" für psychische Auffälligkeiten. "Wenn man das nicht behandelt, bilden sich psychische Symptome oder Störungen aus", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik.

Ursachen für die zunehmenden psychosomatischen und psychischen Probleme seien Reizüberflutungen und hohe Anforderungen an Kinder - vor allem in den weiterführenden Schulen. "Das ist Ausdruck der veränderten Umweltbedingungen, unter denen Kinder heute groß werden." Eltern, Ärzte und Erzieher seien bei solchen Symptomen aber auch aufmerksamer geworden, betonte der Wissenschaftler: "Früher wurde das eher bagatellisiert und für unwichtig erklärt."

Die UKE-Forscher um Schulte-Markwort und Prof. Ulrike Ravens-Sieberer haben für die Untersuchung mehrere bereits vorliegende Studien ausgewertet - zwei UKE-Studien, zwei Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO und die umfangreiche Kinder- und Jugendgesundheitsstudie KiGGS. Allein an der KiGGS-Studie haben mehr als 17 600 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

Doch nicht nur Kinder haben mit psychischen Problemen zu kämpfen. Einer neuen Studie der Techniker Krankenkasse zufolge verschreiben Ärzte Berufstätigen immer mehr Mittel gegen Depressionen - am meisten in Bayern.

Das Volumen der verschriebenen Antidepressiva unter Deutschlands Beschäftigten habe sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt: Statistisch gesehen erhielt jeder Berufstätige 2009 für acht Tage Medikamente zur Behandlung von Depressionen.

Das bedeutet der Studie zufolge einen Anstieg von 113 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000. Frauen erhielten im Schnitt mit 10,5 Tagesrationen deutlich mehr Antidepressiva als Männer, die Medikamente für sechs Tage verschrieben bekamen.

Zwischen einzelnen Bundesländern gibt es gravierende Unterschiede. Während die Berufstätigen in Bayern mit neun Tageseinheiten bundesweit das höchste Pro-Kopf-Volumen verschrieben bekamen, erhielten die Sachsen-Anhaltiner nur knapp sechs Tage Antidepressiva.

TK-Expertin Wiebke Arps sagte: "Das hohe Antidepressiva-Volumen in Bayern ist vor allem vor dem Hintergrund erstaunlich, dass die Berufstätigen im Freistaat, neben Baden-Württemberg und Sachsen- Anhalt, die wenigsten psychisch bedingten Krankschreibungen haben."

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