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Balearen-Insel

23.01.2020

Sturmtief "Gloria" richtet Millionenschäden auf Mallorca an

Schon Ende 2019 hatten schwere Unwetter für überflutete Straßen auf Mallorca gesorgt.
Bild: Policia Local Soller, dpa

Sturmböen und Starkregen haben auf Mallorca heftige Verwüstungen angerichtet. Die Schäden auf der Balearen-Insel sind immens. Mittlerweile gibt es aber Entwarnung.

Mit starken Winden und heftigem Regen hat Sturmtief "Gloria" im Osten Spaniens sowie auf der Balearen-Insel Mallorca heftige Spuren hinterlassen. Die Unwetter und eisigen Temperaturen verursachten Schäden in Millionenhöhe und kosteten bereits neun Menschen das Leben. Zudem werden vier Menschen vermisst.

Sturmtief "Gloria" wütet in Spanien: Vier Menschen vermisst

In Carcaixent nahe Valencia wurde demnach die Leiche eines offenbar in der Nacht erfrorenen 49 Jahre alten Obdachlosen gefunden. Eine Frau sei in Alcoi (Alicante/Valencia) gestorben, als ihr Haus wegen des Unwetters einstürzte. Zudem sei die Leiche eines 67-Jährigen nahe der Gemeinde Callosa d'En Sarri" (Alicante) geborgen worden. Im andalusischen Almería starben ein Landwirt und ein Obdachloser, wie es hieß.

Auf Ibiza wurden den Berichten zufolge unterdessen ein 25-jähriger Brite und ein 41-Jähriger als vermisst gemeldet. Außerdem wurden ein Seemann im katalanischen Girona und ein Mann auf Mallorca vermisst.

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Rekordwellen auf Mallorca verursachen schwere Schäden

Auf der Lieblingsinsel der Deutschen hatten die Unwetter für Überschwemmungen und Rekordwellen von knapp acht Metern Höhe gesorgt. Amateurfilmer wollen sogar eine Welle von 14 Metern Höhe gefilmt haben. Bestätigt ist das aber nicht. Die Wellen erreichten die Häuser direkt an der Küste. Zahlreiche Anwohner mussten evakuiert werden. Viele Straßen und Wege waren aufgrund der Unwetter gesperrt.

In weiten Teilen der Insel hat sich die Wetterlage aber mittlerweile wieder beruhigt. Der spanische Wetterdienst Aemet hat alle Warnstufen zum Donnerstagmorgen aufgehoben. Schon am Mittwoch hatte sich das Meer wieder allmählich beruhigt.

Nachdem sich das Wasser zurückgezogen hat, werden immer mehr Schäden, die der Sturm verursacht hat, sichtbar. In den Küstenregionen Mallorcas sind zahlreiche Cafés zerstört, jede Menge Schutz und Unrat liegt herum. Der spanische Premier Pedro Sánchez will am Donnerstag auf die Insel kommen, um den Anwohnern Mut zuzusprechen.

Auch in weiten Teilen des spanischen Festlandes ist das Wetter mittlerweile wieder besser. Für einige Gemeinden der Regionen Aragonien und Katalonien im Nordosten des Landes sowie Andalusien im Süden galten am Donnerstagvormittag aber noch die zweit- und dritthöchsten Alarmstufen Orange beziehungsweise Gelb. (AZ/dpa)

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