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Super Mario

09.03.2016

Super Mario: Deshalb ist der hüpfende Videospiel-Klempner so beliebt

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Er ist der Superstar der Videospielhelden: Super Mario. Jeder kennt den hüpfenden Klempner, doch warum ist er so beliebt?
Bild: Nintendo/dpa/gms

Jeder kennt den Videospiel-Helden Super Mario. Am Donnerstag feiert die Fangemeinde seinen Welttag. Ein Videospiel-Experte erklärt, was die Faszination ausmacht. 

Mit blauer Latzhose, roter Mütze und Schnauzbart hüpft er über Schildkröten und rennt seiner Prinzessin hinterher, seit über 30 Jahren. Super Mario ist der berühmteste Klempner der Welt. Am Donnerstag feiert die Fangemeinde den Welttag ihres Videospiel-Helden. Woher kommt diese Faszination? Doktorand Gerald Farca vom Lehrstuhl Englische Literatur der Universität Augsburg beschäftigt sich wissenschaftlich mit Videospielen, er sieht mehrere Gründe.

„Die Figur ist mit der Zeit zu einer Ikone geworden, die mittlerweile bekannter ist als Micky Maus “, sagt der 32-jährige. Von ihr gehe ein besonderer Reiz aus. „Er ist ein ganz normaler Sterblicher und kein Muskel bepacktes Überwesen. Man kann sich mit ihm identifizieren.“

Super Mario entwickelt sich zum Spiel für die ganze Familie

Egal ob die unscharfe 2D-Figur aus den 80ern oder die detaillierten 3D-Welten der heutigen Spiele, die Geschichte wiederholt sich. Bösewicht Bowser kidnappt Prinzessin Peach und Mario muss unzählige Hindernisse und Gegner überwinden, um seine Geliebte zu befreien. Laut Farca sei diese simple Spielidee der Schlüssel zum Erfolg: “Der Käufer weiß genau, was er bekommt. Level für Level geht es voran, immer vor dem Hintergrund einer positiven Grundstimmung.“

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Die Figur und die Spielidee seien aber nicht allein für den Siegeszug verantwortlich. „Das Spiel ist mit der Zeit gegangen. Der Schritt in 3D und die Fortschritte bei der Kamerasteuerung waren sehr wichtig“, sagt der Augsburger. Nintendo hat zudem das Segment erweitert. Mit Mario Kart, Soccer und Party sind neue Formate dazugekommen. „Super Mario ist Stück für Stück ein Spiel für die ganze Familie geworden.“

Die Verkaufszahlen bestätigen den Erfolg. Laut der Online Community giga.de hat Nintendo weltweit über 445 Millionen (Stand Oktober 2014) Exemplare von Mario und seinen Ablegern verkauft. Keine andere Spieleserie kann da mithalten. Insgesamt gibt es mehr als 200 verschiedene Spiele mit dem berühmten Klempner. Am erfolgreichsten innerhalb ist laut dem Statistikportal statista Super Mario Bros. von 1985 mit über 40 Millionen verkauften Exemplaren.

Es ist ein Spiel für Jung und Alt, gezockt wird es aber unterschiedlich. „Es gibt die Nostalgiker, die Mario an ihre Kindheit erinnert“ erklärt Farca. Durch die fortgeschrittene Technik der neuen Konsolen entdecke die heutige Generation Mario auf eine andere Art.

Das unterscheidet Super Mario von anderen Games

Laut Farca werden auch künftige Generationen nicht ohne das Spiel auskommen: „Eltern kaufen ihren Kindern die Konsole, weil sie möchten, dass auch ihr Nachwuchs die Abenteuer von Mario erlebt.“ Zur Popularität trägt auch bei, dass die alten Versionen auf den neuen Konsolen ganz einfach heruntergeladen und gespielt werden können.

Super Mario war in den 80ern Vorreiter im Bereich der Jump and Run-Spiele. Obwohl die Videospiel-Konkurrenz mittlerweile riesig ist, zählen die Abenteuer des Klempners nach wie vor zu den beliebtesten Games. Warum? Farca hat dafür eine einfache Erklärung: „Andere Spiele greifen oft komplexe Themen aus dem Alltag auf. Bei Mario dagegen kann man einfach abschalten und in ein fiktionales Abenteuer entfliehen.“

Nintendo könnte ohne den hüpfenden Klempner längst Geschichte sein. „Die meisten kaufen sich einen Nintendo wegen Marios neuen Abenteuern.“ Deshalb wird der etwas andere Superheld wohl auch in den kommenden 30 Jahren über die Bildschirme hüpfen und seiner Prinzessin hinterherjagen.

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