Newsticker
Kita-Testpflicht: Kinder sollen künftig dreimal pro Woche getestet werden
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Taiwan: Busfahrer riss absichtlich Touristengruppe mit in den Tod

Taiwan
11.09.2016

Busfahrer riss absichtlich Touristengruppe mit in den Tod

26 Menschen starben in diesem brennenden Bus.
Foto:  Yan Cheng/Bao Liao Commune/Archiv (dpa)

In Taiwan hatte sich im Juli ein schrecklicher Busunfall mit insgesamt 26 Toten ereignet. Jetzt kam heraus, dass hinter dem "Unfall" ein schlimmer Plan steckte.

26 Tote hat ein Busunfall im Juli in Taiwan gefordert. Nun kam heraus: Der Busunfall, bei dem alle Mitglieder einer chinesischen Reisegruppe ums Leben kamen, ist durch den Suizid des Busfahrers verursacht worden.

Wie die taiwanische Staatsanwaltschaft am Samstag mitteilte, setzte Su Ming Cheng den Bus in Brand, der daraufhin brennend auf einer Schnellstraße in eine Leitplanke fuhr. Der Fahrer, der 25 Menschen mit in den Tod riss, saß demnach betrunken am Steuer.

Busfahrer zündete den Bus an

Su habe Suizid begangen, indem er Benzin über den Fahrersitz und den Gang gegossen und dieses angezündet habe, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Mann hatte 24 Touristen aus der Volksrepublik China - 15 Frauen, sechs Männer und drei Kinder - zum Flughafen nahe der taiwanischen Hauptstadt Taipeh fahren sollen. Außer den Touristen und dem Busfahrer kam auch der taiwanische Reiseleiter ums Leben. Su habe unter Alkoholeinfluss gestanden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Die Ermittler fanden auf dem Handy des Busfahrers Mitschnitte von Telefongesprächen zwischen ihm und seiner Familie. Seine Angehörigen flehten ihn darin an, sich nicht das Leben zu nehmen, und erinnerten ihn an seine drei Kinder. Laut Staatsanwaltschaft waren gegen Su Strafverfahren wegen Handgreiflichkeiten und sexueller Belästigung eingeleitet worden. In beiden Fällen war er betrunken gewesen.

Im Mai wurde der Busfahrer kurzzeitig suspendiert, weil er mit einem Reiseleiter aneinandergeraten war. Die Fahrt zum Flughafen im Juli war sein erster Auftrag nach seiner Rückkehr in den Job. afp/AZ

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.