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Tatort Kritik
24.03.2019

"Der Tod ist unser ganzes Leben": So wird der München-Tatort heute

Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) wird in der Tatort-Folge „Der Tod ist unser ganzes Leben“ angeschossen.
Foto: Hagen Keller, BR/X Filme

Das Münchner Drama geht weiter: In ihrem letzten Tatort mussten Leitmayr und Batic den Mörder davonkommen lassen. Nun gibt es ein Wiedersehen. Lohnt sich "Der Tod ist unser ganzes Leben"? Die Kritik.

Hinweis der Redaktion: Der Münchner Tatort heute ist eine Wiederholung. Die Erstausstrahlung von "Der Tod ist unser ganzes Leben"  fand am 30. April 2017 statt. Das schrieben wir damals in unserer Kritik über den neuen Fall mit Batic und Leitmayr:

Handlung: Der München-Tatort heute am Sonntag im Schnellcheck

Ein Jahr ist vergangen, seitdem die Hauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) die Suche nach dem Mörder von Ben Schröder offiziell eingestellt haben, der vor den Augen seiner Frau Ayumi und seines Sohnes Taro erstochen wurde. Aber dann geschieht aus dem Nichts heraus in München wieder ein ähnliches Verbrechen. Eine Tat ohne erkennbares Motiv, erneut ohne eine Beziehung zwischen Täter und Opfer, mit derselben grausamen Handschrift.

Der Alptraum für Batic und Leitmayr scheint sich fortzusetzen, allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer: Wie durch ein Wunder überlebt das Opfer und es gibt eine Vielzahl von Hinweisen auf den Täter. Ein Verdächtiger wird gefasst, doch während eines Gefangentransports kommt es zu einem Zwischenfall, an dessen Ende es weitere Tote gibt.

Wenige Tage später geht Franz Leitmayr an einer Krücke den Gang eines Krankenhauses entlang. Nachdenklich schaut er durch ein Fenster auf seinen Freund und Kollegen Batic, der an Schläuchen angeschlossen im Koma liegt. Außerdem muss Leitmayr sich in einem internen Untersuchungsausschuss unter Vorsitz von Kriminaloberrätin Horn für die rätselhaften Ereignisse rechtfertigen.

Was ist wirklich passiert? Wer hat warum auf wen geschossen? Verzweifelt versucht Leitmayr mit Kallis Hilfe ein ungeahntes Schreckensszenario zu erklären und die Antwort auf die Frage zu finden, ob dieser Fall möglicherweise das Ende des gemeinsamen Weges mit ihm und Batic ist.

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Kompliment an die Tatort-Redaktion des Bayerischen Fernsehens. „Der Tod ist unser ganzes Leben“ mag zwar nach einem Austria-Krimi klingen, spielt aber zwischen München, Straubing und Dingolfing – irgendwie. Diese Münchner Folge traut sich was: Nämlich Batic und Leitmayr in einen Katarakt von Gefühlen und dem Glauben an das Richtige in ihrem Beruf zu stürzen.

Der Tatort greift die Grundkonstruktion von „Die Wahrheit“ auf, dem vorletzten Krimi des Münchner Duos. Als ein psychopathischer Messerstecher einen Familienvater in aller Öffentlichkeit vor den Augen von Frau und Sohn tötete. Und mangels abgelehntem DNA-Massentest nicht überführt werden konnte.

Der BR will die Geschichte nicht als Fortsetzung sehen, aber sie ist es dennoch. Weil der intelligente Verdächtige Barthold unentwegt Batic (hoher Emotionsgrad) provoziert und wieder zuschlägt. Das Opfer überlebt zum Glück. Barthold wird in U-Haft nach Straubing geschickt. Wie im Postkutschen-Western erweist sich der Transport zur Verhandlung in München als Falle für Batic und Leitmayr. Zumal ein korruptes Justizangestellten-Pärchen auf dem Kutschbock sitzt.

Barthold (Glanzrolle für Gerhard Liebmann) findet sich ein bei einem harten Showdown in einer kubistisch anmutenden Fabrikhalle. Leitmayr und Batic, beide schwer verletzt, plagen sich körperlich lädiert bis ans Ende des Falls. Batic ist selbst verdächtig, er lügt mehrfach seinen Partner an. Leitmayrs nach 26 Jahren Partnerschaft verlässlicher Bauch gerät jetzt gehörig ins Grummeln.

Mag sein, dass der BR-Tatort bei manchem aufgrund der Rückblenden, blutiger Szenen und Drehbuchsprüngen nicht so recht ankommt. Regisseur Philip Koch erzählt im Münchner Tatort das Finale aus verschiedenen Kameraperspektiven. Ist zwar nicht neu, verführt aber zum Mitdenken. Und die Silberrücken Batic und Leitmayr zeigen den Jüngeren in anderen Bundesländern, dass sie immer noch mithalten können. Ein ganz besonderer Tatort.

Schauspieler: Das sind die Darsteller im Münchner Tatort heute

  • Ivo Batic: Miroslav Nemec
  • Franz Leitmayr: Udo Wachtveitl
  • Kalli Hammermann: Ferdinand Hofer
  • Karl Maurer: Jürgen Tonkel
  • Oberstaatsanwalt Kysela: Götz Schulte
  • Kriminaloberrätin Horn: Lina Wendel
  • Kriminaloberrat Hofmeister: Karl Knaup
  • Thomas Barthold: Gerhard Liebmann
  • Sabine Merzer: Friederike Ott
  • Robert Steinmann: Jan Bluthardt

Tatort heute: Vorschau, Stream und ganze Folgen in der ARD-Mediathek

Das Erste zeigt alle Tatort-Folgen parallel zur TV-Ausstrahlung am Sonntag auch als Live-Stream in der ARD-Mediathek (zur Mediathek). Die Folgen sind dort im Anschluss über mehrere Wochen abrufbar - aus Jugendschutzgründen allerdings nur zwischen 20 und 6 Uhr. Ein Vorschau zu jedem neuen Fall postet das Erste zudem immer auch auf der Tatort-Facebook-Seite.

 

Kommissare: Batic und Leitmayr sind das Tatort-Team in München

Miroslav Nemec alias Ivo Batic und Udo Wachtveitl als Franz Leitmayr sind echtes Tatort-Urgestein. Seit 1991 ermittelt das Duo in München. Batic und Leitmayr kennen sich in- und auswendig, sind mehr Freunde als Kollegen. Es wird gern gefrotzelt, beide sind auf einer Wellenlänge - allerdings nicht immer. Gelegentlich kann es auch mal laut werden zwischen den beiden. Beide sind alleinstehend, haben immer mal wieder weibliche Bekanntschaften, allerdings nie von Dauer.

Der Tatort lockt Sonntag für Sonntag Millionen vor den Fernseher. Aber wer ermittelt eigentlich wo? Diese  Kommissare bzw. Teams sind derzeit im TV-Einsatz.
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Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Foto: Martin Valentin Menke, WDR

Batic, gebürtiger Kroate und bei Pflegeeltern im Berchtesgadener Land aufgewachsen, ist leidenschaftlich und kann auch mal austeilen. Ungerechtigkeit und Ausländerhass bringen ihn schnell in Rage. Bei seinen Ermittlungen setzt er gern auf Bauchgefühl und Instinkt. Leitmayr ist ein Münchner Original, aufgewachsen im Glockenbachviertel, ein Grantler mit philosophischem Tiefsinn und ebenfalls starkem Gerechtigkeitsempfinden. Seit 2014 werden sie vom jungen Kriminalkommissar Karl-Heinz Hammermann, genannt Kalli, unterstützt.

Sendetermine: Das sind die kommenden Tatort-Folgen am Sonntag

  • 31. März: "Tatort: Bombengeschäft" (Köln)
  • 07. April: "Polizeiruf 110: Kindeswohl" (Rostock)
  • 14. April: "Tatort: Inferno" (Dortmund)
  • 21. April: "Die Liebe, ein seltsames Spiel" (Wdh., München)
  • 28. April: "Tatort: Das Nest" (Dresden)
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