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80. Geburtstag

15.01.2019

"Tatort"-Schauspieler Clausnitzer ist viel mehr als nur "Vadder Thiel"

Im Münster-Tatort spielt Claus Dieter Clausnitzer die Rolle des Herbert "Vaddern" Thiel. Nun wird der Schauspieler 80 Jahre alt.
Bild: Guido Kirchner, dpa

Im Münster-"Tatort" hat Claus Dieter Clausnitzer als Vater von Kommissar Thiel die Rolle seines Lebens. Jetzt feiert er seinen 80. Geburtstag.

Für Millionen „Tatort“-Zuschauer ist er schlicht der „Vadder“ des Münsteraner Kriminalhauptkommissars Thiel. Ein skurriler Typ, Taxi fahrender und kiffender Alt-68er. Umso irritierender ist es, wenn man sich mal durchs Programm zappt, und „Vaddern“ dann in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ entdeckt. In der spielt er, also Claus Dieter Clausnitzer, den Hannes Lüder, einen an Arthrose leidenden Antiquitätenspezialisten.

Claus Dieter Clausnitzer wird 80 - ein bis heute vielseitiger Schauspieler

Clausnitzer hat etwas, das für einen Schauspieler ein Wert an sich ist – einen hohen Wiedererkennungswert nämlich. Zugleich lässt er sich nicht in Schubladen stecken; nicht in eine, auf der „Vadder Thiel“ steht, nicht in eine auf der „Rote-Rosen-Lüder“ steht. Und auch nicht in eine, auf der „Der Lottogewinner“ steht – jener 1976 erstmals ausgestrahlte legendäre Loriot-Sketch, in dem Clausnitzer den Regisseur gab, den ein gewisser Erwin Lindemann in den Wahnsinn trieb: „Im ganzen Satz...Ich...heiße...Erwin...Lindemann...Bitte, Herr Lindemann...genau wie eben...und ganz entspannt...“.

Clausnitzer, der an diesem Dienstag 80 wird, ist es gelungen, vielseitig zu bleiben. Der gebürtige Saarbrücker, Vater von zwei Töchtern, war in „Der Sandmann“ ebenso zu sehen wie in „Das Wunder von Lengede“. Und regelmäßig auf der Bühne. Bis 2010 war er am Schauspielhaus Dortmund festes Ensemble-Mitglied. Im Alter von 35 Jahren hatte er an dem Theater begonnen, das ihn 2007 als „Kammerschauspieler“ ehrte. Theater ist sein Leben, kann man also über Clausnitzer schreiben, der an der Münchner Ludwig-Maximilians-Uni Theaterwissenschaften und Germanistik studierte, an der Neuen Münchner Schauspielschule lernte. Man muss ergänzen: Auch Fußball ist sein Leben, Borussia Dortmund. Zudem: Indonesien. Wo er mit seiner Frau sei, wann immer es gehe, sagte er 2016 in einem Interview. Seine Frau arbeitete dort als Fotografin.

In dem Interview beantwortete Clausnitzer auch die Frage, ob er im „Tatort“ seine Joints beim Dreh selbst drehe: „Nein, die werden von der Requisite gedreht, die machen das ganz schön, das sieht immer gut aus. Meistens brauche ich so fünf oder sechs Stück – aber da ist natürlich nichts drin, also zumindest kein Hasch. Trotzdem: hervorragende Arbeit.“

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