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Handlung und Kritik

02.04.2017

Tatort heute aus Münster: Lohnt sich die Folge "Fangschuss"?

Heute kommt der Tatort wieder aus Münster.
Bild: WDR/Thomas Kost

Beim Münster-Tatort heute mit dem Namen "Fangschuss" gibt es viel Klamauk und zwei Tote: Der neue Fall liefert das übliche Spektakel. Boerne und Thiel bieten aber auch Schwachstellen.

"Fangschuss" heißt der neue Tatort aus Münster, der heute (20.15 Uhr, hier geht's zum Trailer) im Ersten läuft. Hier erfahren Sie, worum es geht, was bei den Kommissaren läuft - und, ob sich das Einschalten lohnt.

Tatort heute: Handlung von "Fangschuss"

Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) hat dieses Mal gleich zwei Todesfälle im beschaulichen Münster aufzuklären: Ein IT-Fachmann ist nach der Trennung von seiner Freundin vom Balkon gestürzt, kurz darauf gibt es mit einem per Kopfschuss hingerichteten Mann einen weiteren Toten. Ausgerechnet da steht eine forsche, junge Frau vor der Tür des oft mürrischen Hanseaten. Leila (Janina Fautz) mit ihrem schlumpfblauen Haar und dem selbstbewussten Auftreten behauptet, seine Tochter zu sein.

Was Thiel nicht, der Zuschauer aber sehr wohl früh weiß: Auf der Suche nach ihrem Erzeuger hat sie sich zu diesem Zeitpunkt schon tief verstrickt in den aktuellen Fall, den Thiel lösen soll. Durch ihre Naivität und Neugier gerät sie dabei immer tiefer in einen Strudel gefährlicher Machenschaften.

All das interessiert Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) zunächst recht wenig: Seine Leidenschaft gilt gerade kapitalen Hirschen und seinem neuen karierten-Tweed-Look als Jägersmann. Außerdem will er in der Jagdscheinprüfung gewohnt akribisch mit fundiertem Wissen glänzen. Seine Eitelkeit bekommt jedoch einen Dämpfer, als ausgerechnet die hassgeliebte Assistentin Silke "Alberich" Haller (ChrisTine Urspruch) ihn auf sein lichter werdendes Hinterkopfhaar aufmerksam macht. Da kommt ihm ein noch geheimes Wundermittel gegen Haarausfall wie gerufen. Noch passender ist es, dass er durch sein neues Hochsitz-Hobby direkten Draht zu jener Unternehmerin pflegt, die das mirakulöse Präparat erfunden hat.

Kritik: Lohnt es sich, beim Münster-Tatort "Fangschuss" einzuschalten?

Im Moment ist eher gemütliche Tatort-Zeit. Letzten Sonntag waren die Kölner Ballauf und Schenk dran, diesmal gibt es die von Mainstream-Deutschland mit Spannung erwartete neue Folge mit Prof. Boerne und Hauptkommissar Thiel. Dass die Handlungsstränge am Ende in einer reichlich konstruierten Geschichte aufgehen, ist genauso Teil der Münster-Erfolgsformel wie der Humor der beiden Protagonisten.

Zugegeben, in der Reihe macht es die Mischung, und der Tatort kann nicht nur ein optisches wie inhaltliches Experimentierfeld sein. Aber von den Erfindern der Figuren, die hier das Drehbuch geschrieben haben, kann man mehr erwarten. Routine erstickt den Krimi. So hängt dieses mal auch viel an der Vater suchenden Leila Wagner, stark gespielt von Janina Fautz. Die patente junge Frau rettet den Spaßkrimi einigermaßen aus der Kaskade von Kalauern, die diesmal zumeist nicht so witzig sind.

Fazit: Für Münster-Fans ein Muss, die wenigen anderen können die Kiste ausgeschaltet lassen.

Pressestimmen und Quote: So war die Resonanz auf den letzten Tatort

Mord in der Nachbarschaft: In einer Einfamilienhaus-Siedlung ermitteln die Kölner Kommissare - und jeder Nachbar hatte ein Motiv.
Bild: WDR

Gute Quote zum Jubiläum: Seit 20 Jahren ermitteln die Kommissare Ballauf und Schenk gemeinsam in Köln, am vergangenen Sonntag vor 11,19 Millionen Zuschauern. Der Marktanteil lag bei starken 30,6 Prozent. Zum Vergleich: Beim Tatort aus Kiel am Sonntag davor waren nur 9,19 Millionen Zuschauer (25,0 Prozent) dabei - und auch das galt nicht als schlecht. 

 

Ballauf und Schenk liegen derzeit ohnehin gut im Rennen. Sie waren 2017 schon zum dritten Mal zu sehen, und auch die erste neue Folge im Januar hatte fast 10 Millionen Zuschauer. Auch bei den Kritikern kam der neue Fall "Nachbarn" gut an: Menschliche Abgründe statt politischem Hintergrund, klassischer Krimi statt brisanter Gesellschaftskritik - zwischen den jüngsten Fällen wirkten die Kölner Ermitttler einmal mehr angenehm normal, lautete das Urteil (zu den Pressestimmen ).

drs

Sendetermine: Das sind die kommenden Tatort-Folgen

9. April: "Am Ende geht man nackt" (Franken)

16. April: "Preis des Lebens" (Wdh., Stuttgart)

23. April: "Wehrlos" (Wien)

30. April: "Der Tod ist unser ganzes Leben" (München)

Tatort_Murot_und_das_Murmeltier.jpg
23 Bilder
Tatort-Kommissare: Wer ermittelt wo?
Bild: Bettina Müller, HR
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