Newsticker
Syriens Präsident Baschar al-Assad positiv auf Corona getestet
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Texas: 4000 Schildkröten wärmen sich in Kongresszentrum auf

USA

19.02.2021

Texas: 4000 Schildkröten wärmen sich in Kongresszentrum auf

Tausende Meeresschildkröten, die an Kältestarre leiden, liegen zur Erholung im South-Padre-Kongresszentrum.
Bild: Miguel Roberts, The Brownsville Herald, AP, dpa

Das Wasser im Golf von Mexiko hat sich durch den Wintereinbruch derart abgekühlt, dass Schildkröten an Kältestarre leiden. Die Organisation Sea Turtle startete einen Rettungseinsatz.

Der heftige Wintereinbruch im US-Bundesstaat Texas hat eine großangelegte Rettungsaktion für Tausende Meeresschildkröten ausgelöst. Auf der Insel South Padre Island im Süden von Texas wurden in den vergangenen Tagen mehr als 4000 Meeresschildkröten aus dem heruntergekühlten Wasser im Golf von Mexiko gerettet und vorübergehend in einem Tagungszentrum untergebracht - zum Aufwärmen. Die Organisation Sea Turtle Inc, die sich in der Region um den Schutz von Meeresschildkröten kümmert, startete den Rettungseinsatz.

Die Schildkröten befinden sich in einer Art Kältestarre und bewegen sich nicht

Die Tiere wurden in dem Kongresszentrum auf Plastikplanen in Räumen und Gängen ausgebreitet. Sanjuana Zavala von Sea Turtle Inc sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, die Schildkröten befänden sich in einer Art Kältestarre, in der sie sich nicht bewegten, bis sie wieder aufgewärmt seien. Dieser Zustand dauere mehrere Tage. "Wir müssen jetzt einfach abwarten."

 

Die Tiere müssten in diesem Zustand nicht unbedingt im Wasser sein, betonte Zavala. Zu Beginn habe man noch Kinderplanschbecken für einige der geretteten Schildkröten benutzt. Doch angesichts der großen Zahl an Tieren habe es nicht genug solcher Becken gegeben. Sobald die Wassertemperatur im Meer wieder über 12 Grad Celsius steige, könnten die Tiere dorthin zurückgebracht werden. Die geretteten Schildkröten hätten ein Gewicht von bis zu 180 Kilogramm.

Der heftige Wintereinbruch sorgt in Teilen der USA für Probleme

Ein schwerer Wintereinbruch plagt derzeit Teile der USA und hat zu massenhaften Stromausfällen geführt. Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat Texas im Süden des Landes. South Padre Island liegt nahe der US-Grenze zu Mexiko.

Zavala sagte, auch in den vergangenen Jahren habe ihre Organisation im Winter bisweilen Schildkröten aus dem Meer retten müssen. Es seien aber nie mehr als 200 auf einmal gewesen. "In diesem Ausmaß hatten wir das noch nie." Daher habe man auf das Kongresszentrum ausweichen müssen. Auch dort habe es angesichts des Wintersturms zeitweise Probleme mit dem Strom gegeben. Doch in dem Gebäude seien die Schildkröten in jedem Fall vor Wind und Wetter geschützt und vor dem kalten Wasser im Meer bewahrt. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren