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Geschlossene Psychiatrie

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Therapiehund Joschi hebt die Stimmung bei Patienten

Gelassenheit ist sein Trumpf: Joschi muntert Patienten in der Psychiatrie der Vivantes-Kliniken auf.
Bild: Vivantes (dpa)

Joschi ist ein Therapiehund in der geschlossenen Psychiatrie. Der Helfer auf vier Pfoten erreicht Patienten, mit denen es menschliche Therapeuten weniger leicht haben.

Ein leichtes Geschirr aus Stoff ist die Arbeitskleidung, die der braune Labrador Joschi von seinem Frauchen Annika Jänsch morgens angelegt bekommt. Gemeinsam machen sich die beiden dann auf den Weg in die Psychiatrie der Vivantes-Kliniken, wo sie arbeiten: Jänsch ist Ergotherapeutin, Joschi Therapiehund. Im Januar haben sie gemeinsam eine einjährige zusätzliche Ausbildung abgeschlossen, jetzt kann Joschi als Therapie-Begleithund eingesetzt werden.

Als Team für tiergestützte Therapien sind Joschi und Jänsch an den neun Vivantes-Kliniken in Berlin unterwegs, auch in der geschlossenen Psychiatrie. Insgesamt sind dort nur drei Therapiehunde zu finden. Doch die Begleithunde haben auch schon Altenheim oder Demenz-Wohngemeinschaften positive Ergebnisse erzielen können. Die Vierbeiner sind eine willkommene Abwechslung und heben die Stimmung. Vor allem Gelassenheit ist dann wichtig für Therapiehunde.

Therapiehund Joschi spielt und kuschelt mit allen Patienten, die das wollen

Die Klinik habe ihre Idee von Anfang unterstützt, erklärt Annika Jänsch rückblickend. Die Therapeutin hatte sich Joschi schon als Welpen ausgesucht - seine Eltern sind beide ebenfalls Therapie-Begleithunde. Jänsch fand das Therapie-Konzept mit dem Hundeblick für die Psychiatrie überzeugend, weil sie hoffte, Menschen zu erreichen, die nicht gerne Kontakte pflegen. In Ausnahmefällen kann Therapiehund Joschi sogar mit Patienten kuscheln, die sonst niemanden mehr haben.

Ein Therapiehund ist nicht an einen bestimmten Menschen angepasst wie beispielsweise Blindenhunde. Stattdessen ist er so erzogen worden, dass er mit allen Menschen arbeitet, die das möchten. Wenn Patienten angespannt oder ängstlich wirken, macht Joschi einen Bogen. Dafür hat er keine Vorbehalte im Umgang mit depressiven oder schizophrenen Patienten. Auch ungewöhnliches Verhalten von Patienten macht ihm nichts aus. Das Angebot, mit Therapiehund Joschi zu spielen oder von ihm besucht zu werden, gilt für alle Patienten der offenen und geschlossenen Psychiatrie-Stationen. dpa/sh

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