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Mondfinsternis heute

21.01.2019

Fotos vom Blutmond machen? So klappt's am besten

Tolle Fotos vom Blutmond machen? Hier einige Tipps für die totale Mondfinsternis 2019.
Bild: Peter Kneffel (dpa)

Fotos vom Blutmond 2019 machen? Das ist mit dem Smartphone nicht einfach, mit einer gutes Kamera eher. Hier Tipps zu Standort, Technik und und Einstellungen.

Die Totale Mondfinsternis am Montag, 21.1.19, gibt Fotografen die Gelegenheit, Fotos vom Blutmond zu machen, denn der Mond tritt vollständig in den Kernschatten der Erde. Wie gute Bilder mit Smartphone oder Kamera davon gelingen, erklärt der AZ-Fotograf Silvio Wyszengrad.

Mit welcher Kamera werden Fotos von der Mondfinsternis am besten?

Die besten Ergebnisse liefert eine Spiegelreflexkamera mit einem Objektiv mit hoher Brennweite. "Als ich die totale Mondfinsternis im Jahr 2001 fotografiert habe, kam neben einem Kamera-Stativ auch mein Tele-Objektiv mit 300 Millimeter Brennweite zum Einsatz", sagt Wyszengrad. Durch das lichtstarke Tele-Objektiv zeichneten sich einige der Kratervertiefungen des Mondes, der an diesem Abend besonders hell schien, sehr schön in der Aufnahme ab.

Lässt sich der Blutmond auch mit dem Smartphone fotografieren?

Auch wer keine Profi-Ausrüstung besitzt, kann gute Fotos von der Mondfinsternis schießen. "Seit 2001 ist technisch viel passiert", sagt AZ-Fotograf Silvio Wyszengrad. Mit kleineren Digitalkameras und sogar mit dem Smartphone könne man den Mond ins Visier nehmen, auch wenn damit keine formatfüllenden Aufnahmen wie durch ein professionelles Objektiv zu erwarten sind.

"Für ein scharfes Bild ist wichtig, dass die Kamera oder das Handy stabil steht, mit der Hand wird das Bild mit Sicherheit verwackeln." Wer kein Stativ besitzt, könne sich auch mit seinem Einfallsreichtum behelfen: "Schon beispielsweise mit ein paar Büchern lässt sich ein Handy stabil in Position halten."

Mondfinsternis: Warum ist der stabile Stand der Kamera so wichtig?

Der Mond ist ein heller Punkt am schwarzen Nachthimmel. Um seinen Umriss scharf aufzuzeichnen, muss das Bild lange genug belichtet werden. "Aus der Hand ist so eine Aufnahme fast unmöglich", sagt Wyszengrad. Denn jeder minimale Wackler schlägt sich im späteren Foto nieder. "Moderne Automatik-Systeme, auch in den Kameras von Smartphones, richten sich bei der Belichtungszeit nach der Menge an Licht, die auf die Linse trifft", erklärt der Fotograf unserer Redaktion. Im Falle des Mondes sei das insgesamt wenig Licht, weswegen die Kamera automatisch länger belichtet. Der stabile Stand habe daher die oberste Priorität, unabhängig von der Art der Kamera.

Welche Einstellungen sollte man bei der Profi-Kamera wählen?

"Mit einer guten Kamera lassen sich Blendenöffnung, Belichtungszeit und Empfindlichkeit manuell balancieren", sagt Wyszengrad. Natürlich spielt auch die Art des Objektivs eine Rolle. "Die genauen Einstellungswerte hängen stark vom Standort ab, an dem sich der Fotograf befindet", erklärt Wyszengrad. Ein großer Vorteil sei bei dieser Mondfinsternis, dass man viel Zeit für ein gutes Bild hat: "Eine gute Idee ist es, sich einfach Bild für Bild an die idealen Werte heranzutasten." Da der Mond in den meisten Nächten am Himmel zu beobachten ist, könne man auch in den Nächten vor der Finsternis ein paar Probeaufnahmen machen.

Wo hat man in Augsburg den besten Blick auf das Himmelsspektakel?

"Es gibt sicher viele gute Stellen, von denen aus man einen guten Blick auf den Mond hat", sagt der AZ-Fotograf. Da der Mond aus unserer mitteleuropäischen Perspektive kurz nach seinem Aufgang in den Schatten der Erde treten wird, kann man das Spektaktel in der Abenddämmerung am Süd-Ost-Horizont beobachten. Zum Fotografieren sollte man ein Stück aus der Stadt herausfahren, denn dann wird der Einfluss der Stadtlichter auf das Bild kleiner. "Nachts hängt der Schimmer der Straßenbeleuchtung über der Stadt, der den weißlichen Mond auf dem Bild gelblich erscheinen lassen kann", sagt Wyszengrad. Außerhalb der Stadt sei diese Verfälschung merklich geringer. Zudem hat man eine bessere Chance, einen freien Blick auf den Horizont zu bekommen.

Mehr zum Thema: Was ist ein Blutmond - und woher kommt die rote Farbe?

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