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Niederrhein

29.07.2019

Tödlicher Stoß in Voerde: Hinweis auf Kokain-Konsum bei Verdächtigem

Blumen und Kerzen stehen an Gleis eins am Bahnhof in Voerde.
Bild: Marcel Kusch, dpa

Vor gut einer Woche soll ein 28-Jähriger in Voerde eine Frau vor einen Zug gestoßen haben, sie kam ums Leben. Nun fanden Ermittler Kokainspuren in seinem Blut.

Bei dem Tatverdächtigen, der vor gut einer Woche eine Frau im niederrheinischen Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet haben soll, gibt es Hinweise auf Kokain-Konsum. Es seien bei ihm Abbauprodukte von Kokain im Blut nachgewiesen worden. "Das heißt aber nicht, dass er konkret unter Kokaineinfluss stand", sagte der Duisburger Staatsanwalt Alexander Bayer am Montag. Weitere Untersuchungen sollten detaillierte Erkenntnisse bringen.

Frau in Voerde vor Zug gestoßen: Tatverdächtiger schweigt weiterhin

Der 28-jährige Tatverdächtige, der wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft sitzt, schweigt demnach weiterhin zu den Tatvorwürfen. Zeugen hatten geschildert, dass sich der Mann der ihm unbekannten 34-Jährigen von hinten genähert und sie wortlos ins Gleisbett gestoßen habe.  

Der in Deutschland geborene Serbe ist nach Polizeiangaben Vater von neun Kindern. Für die Polizei war er auch schon vor der Tat kein Unbekannter. Er war unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung und kleinerer Vergehen zu Geldstrafen verurteilt worden. 

Junge in Frankfurt vor einfahrenden Zug gestoßen

Die 34-jährige Frau soll im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt werden, sagte eine Polizeisprecherin. Eine öffentliche Trauerfeier werde es nach Angaben der Familie nicht geben. Das Opfer hinterlässt eine Tochter.  

Der Bahnhof von Voerde. Das Amtsgericht Duisburg erließ am Sonntag Haftbefehl wegen Mordes gegen den 28-Jährigen.
Bild: Marcel Kusch, dpa

Im Hauptbahnhof von Frankfurt am Main wurde am Montag ein achtjähriger Junge von einem Mann vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Der Junge starb. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Mann soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen haben. Die 40-Jährige habe sich aber retten können. Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts. (dpa)

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