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Test

03.08.2011

Tomaten im Test: Supermarkt oder Bio-Händler?

Der Kauf von Tomaten ist auch bei Discountern unbedenklich.
Bild: dpa

Sie sind das Lieblingsgemüse der Deutschen: Tomaten. Doch ist der Kauf in Zeiten von Pestiziden und EHEC auch unbedenklich? Die Zeitschrift Öko-Test klärt nun auf.

Es gibt sie klein oder groß, rund oder länglich, süß oder fleischig: Tomaten sind das Lieblingsgemüse der Deutschen. Jeder isst davon im Schnitt 20 Kilogramm pro Jahr. Doch in Zeiten von Pestiziden und EHEC gehen viele auf Nummer sicher und greifen lieber zu Bio-Produkten, als zur Ware vom Discounter.

Doch sind Tomaten vom Markt oder mit dem Bio-Siegel wirklich viel besser als die aus dem Supermarkt? In der Augustausgabe klärt die Zeitschrift Öko-Test nun auf.

Fast keine Rückstände von Pestiziden

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Das Ergebnis: Alle getesteten Tomaten waren nahezu rückstandsfrei von bedenklichen Substanzen. Dies gilt für die Bio-Ware, egal ob vom Discounter oder Bioladen. Und auch das konventionelle Gemüse war meist unbedenklich.

Lediglich in einer Probe Strauchtomaten von Rewe, wies das Labor einen erhöhten Gehalt des Wachstumsregulators Etaphon nach. Dennoch war die Menge des gefundenen Stoffes so gering, dass sie selbst beim Verzehr großer Mengen nicht gefährlich für den Menschen geworden wäre, so Öko-Test.

Bio-Tomaten schnitten erwartungsgemäß gut ab, wobei drei Proben Spuren des Insektenvernichtenden Wirkstoffs Spinosad enthielten, der seit 2008 in der EG-Öko-Verordnung zugelassen ist. Diesem Wirkstoff stehen die meisten Bio-Anbauverbände allerdings kritisch gegenüber, da er bienenschädlich ist und Resistenzen bilden kann. Die Anwendung von Spinosad unterliegt strengen Auflagen, wie etwa, dass es bei Bienenflug nicht angewendet werden darf.

Tipps für den Kauf

Für den Kauf von Tomaten rät Öko-Test deshalb: Der Erwerb ist unbedenklich - egal wo. Allerdings ist man mit dem Kauf von Bio-Tomaten in jedem Fall auf der sicheren Seite. Nachteil ist hierbei der Preis, denn Bio-Ware kostet rund dreimal so viel wie das herkömmliche Gemüse, im Schnitt 4,40 Euro pro Kilo.

Wer heimische Tomaten kauft, zahlt circa 3,60 pro Kilo, unterstützt aber die regionale Wirtschaft und kürzere Transportwege.

Das Gemüse sollte luftig gelagert und nicht der Sonne ausgesetzt werden, da es sonst zu schnell reift. Zimmertemperatur eignet sich dazu am besten. Im Kühlschrank aufbewahrt, verlieren Tomaten sehr schnell an Geschmack.

Die vollständigen Testergebnisse gibt es in der aktuellen Ausgabe der Öko-Test, sowie im Internet auf www.öko-test.de. mit Ökotest

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