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Viersen (Niederrhein)

16.05.2018

Tornado hinterlässt Schneise der Verwüstung

Ein Tornado wütet am Niederrhein. Häuser im Raum Viersen (Nordrhein-Westfalen) sind nun unbewohnbar. Es gibt mindestens einen Schwerverletzten.

Ein Tornado hat im Raum Viersen am Niederrhein am Mittwochabend nach Behördenangaben eine "Schneise der Verwüstung" angerichtet. Mindestens ein Mensch wurde bei dem Unwetter schwer verletzt. "In Viersen-Boisheim sind Häuser so stark beschädigt, dass sie vorübergehend unbewohnbar sind", teilte der Kreis mit. Nach ersten Erkenntnissen seien in dem Ortsteil zahlreiche Häuserdächer abgedeckt und Bäume umgeknickt worden, teilte die Stadt Viersen mit. Die "Rheinische Post" hatte zunächst von der Windhose berichtet.

Autofahrer wird schwer verletzt

Gegen 18 Uhr sei der Wirbelsturm über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen, berichtete die Kreisverwaltung auf ihrer Facebookseite am Mittwochabend. 

Ein Sprecher des Kreises berichtete von einem schwer verletzten Autofahrer in Nettetal-Schaag und einem Feuerwehrmann, der einen Stromschlag erlitten habe. Auch die Polizei sprach von einem Schwerverletzten und einem Leichtverletzten. Ob es um dieselben Menschen geht, war zunächst noch unklar. 

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Eine Viertelstunde lang wütete das Unwetter

Die Bahnlinie Mönchengladach-Venlo musste laut Polizei gesperrt werden. Auch mehrere Straßen blieben zunächst gesperrt, weil umgeknickte Bäume den Weg blockierten. Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa zehn bis 15 Minuten abgespielt. 

"Ein sehr eindrucksvoller Tornado zog über den Landkreis Viersen im Westen von NRW hinweg, er richtete hier einige Schäden an", teilte der Wetterunternehmer Jörg Kachelmann auf seiner Internetseite mit. In Deutschland seien in diesem Jahr bisher mindestens sechs Tornados beobachtet worden, schreibt Kachelmann weiter.

Tornados lassen sich generell schwer vorhersagen - frühestens zwei Stunden vor ihrer Entstehung. (dpa)

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