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Toter Politiker Philipp Mißfelder
13.05.2016

Philipp Mißfelder: Seine Eltern ziehen wohl Klage gegen Uniklinik zurück

Mißfelder war im Juli 2015 an einer Lungenembolie gestorben.
Foto: Karlheinz Schindler/Archiv (dpa)

Philipp Mißfelder starb mit nur 35 Jahren. Seine Eltern hatten darum nach Tod des CDU-Politikers Herausgabe von Krankenakten verlangt. Nun wollen sie die Sache wohl ruhen lassen.

Die Eltern des verstorbenen CDU-Außenpolitikers Philipp Mißfelder haben einem Medienbericht zufolge ihre Klage gegen das Universitätsklinikum Münster zurückgezogen. Wie "Spiegel Online" am Donnerstagabend berichtete, wollen die Eltern nicht weiter juristisch die Herausgabe der Krankenunterlagen ihres im Juli 2015 verstorbenen Sohnes erzwingen. Dies habe auch der Anwalt von Mißfelders Witwe bestätigt.   

Als Begründung führten die Eltern des Bundestagsabgeordneten dem Bericht zufolge an, dass sie ihrem Sohn posthum das juristische Gezerre in der Öffentlichkeit ersparen wollten. Nach Ansicht des Anwalts seiner Witwe habe die Klage ohnehin keinen Aussicht auf Erfolg gehabt.  

Mißfelder starb im Juli 2015 im Alter von 35 Jahren an einer Lungenembolie

Im April war bekannt geworden, dass die Eltern in einem Verfahren beim Amtsgericht Münster die Herausgabe der Krankenunterlagen ihres Sohnes forderten. Die Uniklinik, in der Mißfelder 2015 behandelt worden war, wollte Zeitungsberichten zufolge die Akten nicht herausgeben. Die Eltern hatten dem Krankenhaus demnach aber "Unstimmigkeiten" und "Ungereimtheiten" hinsichtlich der Todesumstände ihres Sohnes vorgeworfen.  

Mißfelder war im Juli 2015 im Alter von 35 Jahren gestorben. Die als Todesursache genannte Lungenembolie galt den Zeitungsberichten zufolge als Langzeitfolge eines Treppensturzes im Februar 2015. Über den Hergang dieses Sturzes gebe es "unterschiedliche Versionen", wurde die Anwältin von Mißfelders Eltern zitiert. Die Eltern seien beunruhigt und wollten sich anhand der Patientenunterlagen ein eigenes Bild machen, hieß es damals.  

Laut Spiegel Online wollte auch Mißfelders Witwe die Akten nicht herausgeben. Dies hätte ihr verstorbener Mann nicht gewollt, ließ sie demnach über ihren Anwalt mitteilen. Das Verhältnis zwischen ihm und seinen Eltern sei zerrüttet gewesen. Die Eltern bestreiten das.

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Foto: Christian Charisius/Archiv (dpa)

AZ/AFP

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