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Trailer und Film-Kritik
20.11.2016

Düsterer als Harry Potter: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" läuft im Kino.
Foto: Warner Bros.

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" ist der neue magische Film von J. K. Rowling aus dem Harry-Potter-Universum. In unserer Kritik verraten wir, ob er gelungen ist.

New York 1926. Eine Gruppe von Männern blickt ungläubig auf eine tiefe Furche, die im Kopfsteinpflaster einer Straße klafft. Nur Momente zuvor hat sich dort eine unbändige Kraft unter der Erde ihren Weg gebahnt und die Pflastersteine auseinanderstieben lassen, Autos sind umgekippt. „Das ist ein Tierwesen“, murmelt einer der Männer. Die Szene stammt aus dem jüngsten Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ von Harry-Potter-Autorin J. K. Rowling. Die 51-Jährige hat damit ihren magischen Kosmos erweitert.

Zauberer steht im Mittelpunkt von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind"

Im Mittelpunkt steht der kauzige Zauberer und Wissenschaftler Newt Scamander (Eddie Redmayne), der mit einem Koffer voller magischer Tiere aus England in die Metropole am Hudson River kommt. Dort leben Zauberer und Hexen anders als in Großbritannien in ständiger Furcht, entdeckt zu werden. Sektiererische Aufwiegler schüren die Angst vor ihnen. Scamanders Koffer entpuppt sich als wundersamer Schutzraum für allerlei magische Tierarten, die er vorm Aussterben bewahren will.

Durch ein Missgeschick entkommen aber einige der Wesen und sorgen für Durcheinander in der Welt der Nicht-Magier. Scamander versucht sie mithilfe der klugen Magier-Beamtin Porpentina Goldstein (Katherine Waterston), deren koketter Schwester Queenie (Alison Sudol) und des etwas trotteligen, aber gutmütigen Nicht-Zauberers Jacob Kowalski (Dan Fogler) wieder einzufangen. Doch Scamanders drollige Tiere sind nicht das einzige Problem, das der Magische Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika, der US-Zaubererverband, hat. Ein sehr viel mächtigeres Wesen bedroht den Frieden zwischen Magiern und Nicht-Magiern.

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Foto: Gu Xin, dpa

"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind": Düsterer als Harry Potter

Der Film gerät düsterer als die Potter-Filme. Rowling-typisch geizt er nicht mit überraschenden Wendungen und unvollendeten Erzählsträngen, die nach einer Fortsetzung verlangen. Die Jagd des Helden-Quartetts, die zwischendurch auch zu Gejagten werden, ist durchaus spannend und mittels computeranimierter Flüge durch die Häuserschluchten Manhattans rasant – zuweilen etwas zu sehr. Manchmal ist im Wirbel von Trümmerteilen verwüsteter Gebäude kein klares Bild mehr zu erkennen.

Die magischen Tierwesen hätten zum Teil noch eigenwilligere Züge vertragen. Trotzdem gelingt es dem Film, ein stimmiges Bild mit starken Charakteren zu erzeugen, das Lust auf mehr macht. Er ist ja der Start einer fünfteiligen Serie, die Rowling angekündigt hat. Der spätere Leiter der Zauberschule Hogwarts, Albus Dumbledore, ist in einen epischen Kampf mit dem Bösewicht Grindelwald verwickelt, für dessen Rolle Johnny Depp gewonnen wurde. Er tritt bereits jetzt kurz auf.

Wertung: 4 / 5

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