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Reaktion auf WHO-Studie

23.11.2019

Trotz Bewegungsarmut: Lehrer gegen Änderungen am Sportplan

Ein Pauschenpferd steht in der Sporthalle einer Grundschule. Der Deutsche Lehrerverband hat sich gegen Veränderungen am Sportunterricht ausgesprochen.
Bild: Sebastian Kahnert/zb/dpa

Laut einer aktuellen WHO-Studie bewegen sich die meisten Kinder und Jugendlichen zu wenig. Forderungen nach mehr Sportunterricht in der Schule werden laut.

Der Deutsche Lehrerverband hat sich trotz der Sportfaulheit deutscher Kinder- und Jugendlicher gegen Veränderungen am Sportunterricht ausgesprochen.

Die Schüler und Schülerinnen bewegten sich zu wenig, sagte der Präsident der Organisation, Heinz-Peter Meidinger, den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. "Das sieht man auch an der Fitness der Schüler im Sportunterricht oder an Wandertagen."

Forderungen nach mehr Schulsport beurteilt Meidinger jedoch skeptisch. Für eine zusätzliche Stunde Sport müsste eine andere Unterrichtsstunde wegfallen. Auch ein anderer Sportunterricht mit mehr Spielen helfe nicht zwangsläufig, sagte Meidinger. "Ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist", sagt er. Von der Schule werde erwartet, klassische Sportarten zu unterrichten. Schüler könnten so herausfinden, in welchen Disziplinen sie gut sind.

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Hintergrund ist eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), vom Donnerstag nach der sich weltweit vier von fünf der 11- bis 17-jährigen Schülerinnen und Schüler zu wenig bewegen. In Deutschland waren nach WHO-Angaben 79,7 Prozent der Jungen und 87,9 Prozent der Mädchen 2016 körperlich nicht aktiv genug. Die WHO empfiehlt, dass sich 5- bis 17-Jährige mindestens 60 Minuten am Tag moderat bewegen oder Sport treiben sollten. (dpa)

WHO-Empfehlungen zu Bewegung

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