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Gesundheit

14.07.2020

Trotz Corona-Krise: Bereitschaft der Deutschen zur Organspende wächst

Die Zahlen zur Organspende haben sich in der ersten Jahreshälfte trotz der Corona-Krise positiv entwickelt. Sowohl die Spenderzahl als auch die Anzahl von Spenderorganen stiegen.
Bild: Soeren Stache, dpa (Archiv)

Die Zahl der deutschen Organspender ist trotz Corona-Krise gestiegen. Zudem gab es mehr Spenderorgane. Andere europäische Länder erleben einen Einbruch.

Die Zahl der Organspender und der tatsächlich gespendeten Organe ist im ersten Halbjahr gestiegen. Nach aktuellen Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die dem Berliner Tagesspiegel  vorliegen, wurden von Januar bis Juni in Deutschland 487 Verstorbenen Organe für Transplantationen entnommen. Das sei eine Steigerung um 7,3 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der gespendeten Organe erhöhte sich demnach um drei Prozent - von 1511 auf 1557.

Organspende: Zahlen entwickeln sich trotz Corona positiv

Der Medizinische Vorstand der Stiftung, Axel Rahmel, nannte es im Tagesspiegel eine "sehr positive Entwicklung", dass die Zahl der Organspender trotz Corona-Krise nicht zurückgegangen sei. "In anderen Ländern wie Italien, Spanien oder Frankreich sind die Zahlen dramatisch eingebrochen. Das ist bei uns nicht der Fall." Allerdings gehe auch hierzulande der wesentliche Teil der Steigerungen auf die Zeit vor der Krise zurück. Im Januar und Februar 2020 stieg die Zahl der Organspender den Angaben zufolge verglichen mit den ersten beiden Monaten des Vorjahres von 140 auf 181.  

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Anfang Juni anlässlich des Tages der Organspende gesagt: "Das Interesse am Thema ist groß wie nie." In den ersten vier Monaten des Jahres seien fast 2,5 Millionen Organspendeausweise und Flyer bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestellt worden - das sei eine halbe Million mehr als im Vorjahreszeitraum. (dpa)

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