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USA

10.05.2014

Trotz Panne: Texas will nächsten Todeskandidaten hinrichten

Trotz einer schweren Panne bei einer Hinrichtung will Texas am Dienstag den nächsten Todeskandidaten hinrichten.

Ein Bundesrichter lehnte einen Antrag auf  Aufschub der Exekution von Robert James Campbell  ab. Campbells Anwältin hatte argumentiert, seinem Mandanten drohe bei der geplanten Exekution am Dienstag möglicherweise eine ähnlich "entsetzliche" Tortur wie Clayton  Lockett in Oklahoma.

Locketts Hinrichtung war am 29. April nach wenigen Minuten  abgebrochen worden, weil es Probleme mit der Giftinjektion gab.  Medienberichten zufolge wand er sich im Todeskampf vor Schmerzen. 

Erst 43 Minuten nach Verabreichung der nicht erprobten Giftmischung  erlitt er einen tödlichen Herzinfarkt. Der Vorfall befeuerte erneut  die Debatte über die Todesstrafe in den USA. Die Justiz in Oklahoma  ordnete die Aussetzung aller Exekutionen für ein halbes Jahr an.

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Die US-Strafvollzugsbehörden haben seit längerem Nachschubprobleme  bei den Mitteln für die Giftspritzen, da sich die europäischen  Hersteller der lange verwendeten Substanzen weigern, diese weiter  für Hinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Mehrere  US-Bundesstaaten haben daher neue und nicht erprobte Giftmischungen  von nicht bundesweit zertifizierten Herstellern ausprobiert.

Robert Campbell  hatte 1991 eine Bankangestellte entführt und sie gemeinsam mit einem Komplizen beraubt, vergewaltigt und erschossen. Dafür wurde er zum Tode verurteilt. afp/AZ

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