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Umfrage
29.11.2021

Cannabis-Legalisierung spaltet die Bevölkerung

Die Ampel-Parteien wollen Cannabis für den Genuss legalisieren.
Foto: Fabian Sommer/dpa

Laut Koalitionsvertrag plant die neue Regierung die Legalisierung von Cannabis. Die Menschen in Deutschland bewerten dieses Vorhaben sehr unterschiedlich.

Die geplante Legalisierung von Cannabis spaltet einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zufolge die Menschen in Deutschland. 43 Prozent sprachen sich in einer Befragung für die "Augsburger Allgemeine" für die Idee der künftigen Ampel-Koalition aus. Genauso viele lehnen sie ab.

Auch durch die Generationen geht ein Riss. Zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen sind laut Umfrage dafür, Cannabis freizugeben, zwei Drittel der über 65-Jährigen sind dagegen oder unentschieden.

Die künftige Koalition plant eine "kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften". Dadurch würden "die Qualität kontrolliert, die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und der Jugendschutz gewährleistet", heißt es im Koalitionsvertrag.

CSU-Generalsekretär Markus Blume lehnte die Ampel-Pläne ab und warnte in der Zeitung: "Cannabis ist und bleibt eine Einstiegsdroge." Blume fügte hinzu: "An den Niederlanden sieht man, wohin eine laxe Drogenpolitik ein Land führt: zu einem Tummelplatz für die Organisierte Kriminalität."

© dpa-infocom, dpa:211129-99-180957/2 (dpa)

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29.11.2021

Tja, viele der Älteren denken immer noch: Mit dem Verbot schützt man (vor allem Jugendliche) vor einem riskanten Konsum. Nix da! Die BZgA schrieb die letzten Jahre hintereinander: Der Anteil der Cannabis-Konsumenten unter Jugendlichen ist in Deutschland weiter gestiegen. Das Verbot funktioniert NICHT. Es kriminalisiert nur. Vor allem die Konsumenten.

Selbst in Staaten mit Legalisierung steigt der Anteil von Konsumenten unter den Jugendlichen nicht. Er sinkt z.T. sogar!

Das Verbot stärkt nur den Schwarzmarkt und fördert die diesem innewohnende Kriminalität. Es hebelt Jugendschutz, der Dealer im Park fragt nicht nach dem Alter seiner Kunden, und Verbraucherschutz, siehe die NpS, synthetische Cannabinoide auf dem Gras, was aktuell im Umlauf ist. NpS, die im Gegensatz zu THC auch durchaus tödlich wirken können.

Und Herr Blume (CSU), Sie können auf- und niederhüpfen mit "Cannabis ist und bleibt eine Einstiegsdroge." , schon 1998 stellte eine von Ihrem Parteifreund Seehofer, damals BMG, angeforderte Studie von Kleiber/Söllner fest, dass das in das Reich der Mythen gehört.

Dasselbe mit den Niederlanden - bis heute haben die NL Cannabis NICHT legalisiert. Es sind Probleme des globalen Handels, und davon Anteile im illegalen Handel auch mit Drogen, die jetzt hier sichtbar sind und haben nichts mit den Coffeeshops u.ä. zu tun.

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29.11.2021

Eben, keine Einstiegsdroge. Kein legaler Markt in den NL, ganz sicher kein Vorbild. Warum wählt man nicht Kanada als Beispiel?

Entweder mangelt es Politiker wie Blume an Wissen, man versteht die Fakten nicht oder man verbreitet bewusst falsche Behauptungen, um Panik zu verbreiten. All das ist nicht akzeptabel.

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