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Verschwörungstheorien

14.04.2015

Unbekannte missbrauchen Germanwings-Absturz für Islam-Gerüchte

Bergungsarbeiten an der Absturzstelle: Die Untersuchungen zum Germanwings-Absturz laufen auf Hochtouren.
Bild:  Yves Malenfer / Dicom / Ministere Interieur (dpa)

Unbekannte heizen mit einem gefälschten Brief die Verschwörungstheorien um den Absturz des Germanwings-Fluges. Es geht um einen angeblichen Islam-Übertritt des Co-Piloten.

Der oder die Unbekannten brachten einen Brief in Umlauf, der nun im Internet kursiert und der auch gezielt an verschiedene Medien übermittelt wurde. Dabei handelt es sich um ein vermeintliches Schreiben des Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der Parlaments, Hans-Peter Bartels (SPD), an den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Gerhard Schindler.

In dem Schreiben bedankt sich der Autor für "Informationen" über einen angeblichen Übertritt des Germanwings-Copiloten Andreas Lubitz zum Islam. Man solle diese Information aber möglichst nicht an die Öffentlichkeit dringen lassen, heißt es in dem Brief, der auf den ersten Blick wie ein offizielles Schreiben aussieht.

Doch das ist es nicht. "Hierzu ist klarzustellen, dass es sich bei diesem Schreiben um eine Fälschung handelt und es nicht von Herrn Bartels stammt", teilte die Bundestagsverwaltung auf Anfrage mit. Der Bundestag erwägt nun rechtliche Schritte wegen des gefälschten Briefs.

Germanwings-Flug 4U9525 war vor drei Wochen in den französischen Alpen abgestürzt. Die Ermittler gehen nach Auswertung von Flugdatenschreiber und Voicerekorder davon aus, dass Co-Pilot Andreas Lubitz das Flugzeug mit 150 Menschen an Bord absichtlich an einem Berg zerschellen ließ. Lubitz hatte offensichtlich psychische Probleme und galt zumindest vor längerer Zeit als suizidgefährdet.   AZ, dpa

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