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Unfälle
18.06.2014

Rettungsteam mit verletztem Höhlenforscher vor Biwak 1

Die Rettungskräfte in der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden kommen bei der Bergung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser weiter gut voran. Am Morgen war der Trupp bereits vor dem Biwak 1 angelangt, wie ein Sprecher der Bergwacht mitteilte.

Im Laufe des Vormittags soll die Lagerstätte erreicht werden. Beim Biwak 1 ist die Basisstation, die den letzten Stützpunkt vor dem Ausgang der Höhle bildet. Nur noch rund 400 Meter trennen den Verletzten Westhauser dort vom Tageslicht.

Während der Ruhepause im Biwak 1 seien dort vor allem das Team aus einer italienischen Ärztin, einem österreichischen Arzt und einer Rettungssanitäterin gefordert, sagte der Sprecher. "Sie werden alle medizinischen Checks vornehmen, um den Verletzten auf die letzte Etappe vorzubereiten."

Ungeachtet der großen Fortschritte bei der tagelangen Bergungsaktion warnt die Bergwacht vor Euphorie: "Die Retter sind angehalten, extrem langsam vorzugehen, um in diesem Abschnitt der Strecke eine Eigengefährdung durch Steinschläge zu vermeiden." Westhauser selbst hatte durch einen Steinschlag in tausend Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seine Ankunft am Ausgang wird innerhalb der nächsten 48 Stunden erwartet.

Am Dienstagmorgen hatte der Trupp, der Westhauser in einer Trage an Seilen nach oben bringt, das vorletzte Biwak in rund 550 Metern Tiefe erreicht. Für die ebenfalls schwierige Strecke, die von Engstellen und von Auf- und Abstiegen geprägt war, benötigten die Retter elf Stunden. Am vergangenen Freitag war der Trupp in den Tiefen der Riesen-Höhle gestartet. (dpa)

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