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Unfälle
16.06.2016

Stimmenrekorder der abgestürzten Egyptair-Maschine geborgen

Die Besatzung der «John Lethbridge» hatte im Mittelmeer an mehreren Stellen Wrackteile gefunden.
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Die Besatzung der «John Lethbridge» hatte im Mittelmeer an mehreren Stellen Wrackteile gefunden.
Foto:  F. Bassemayousse/Dos Ltd (dpa)

Rund einen Monat nach dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer ist der Stimmenrekorder des Jets geborgen worden.

Das Gerät sei beschädigt, teilte die Untersuchungskommission mit. Allerdings sei mit dem Datenspeicher der wichtigste Teil des Rekorders gesichert worden.

Ein Spezialschiff hatte nach dem Fund von Wrackteilen des abgestürzten Egyptair-Jets laut Ermittlerkreisen auch das Gebiet geortet, in dem sich einer der beiden vermissten Flugschreiber befand.

Die Untersuchungskommission hatte bereits am Mittwochabend mitgeteilt, dass das Spezialschiff "John Lethbridge" im Mittelmeer an mehreren Stellen Wrackteile gefunden habe. Den Ermittlern seien erste Bildaufnahmen von einem Fundort übermittelt worden.

Der Flug MS804 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Kurz nach Verlassen des griechischen Luftraums sackte sie auf 4600 Meter laut der Regierung in Athen ab und verschwand dann vom Radar.

Von den Flugschreibern und den Wrackteilen erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse zur bisher ungeklärten Absturzursache. Eine Blackbox liefert wichtige Informationen zur Aufklärung von Flugunfällen. Sie besteht aus dem Daten- und dem Stimmenrekorder, der unter anderem die Gespräche der Piloten aufzeichnet.

Zuletzt hatte es geheißen, dass an Bord des Flugzeugs unmittelbar vor dem Absturz ein Rauchalarm ausgelöst worden sei. Informationen, es gebe Hinweise auf eine Explosion an Bord, wurden als Spekulation zurückgewiesen.

Das französische Spezialschiff "Laplace" verließ unterdessen das Suchgebiet, wie die Marine des Landes mitteilte. Das mit spezieller Unterwassertechnik ausgestattete Schiff hatte seit Ende Mai bei der Suche geholfen und auch die Signale eines Flugschreibers empfangen. (dpa)

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