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Moskau

08.08.2012

Urteil gegen Frauenband Pussy Riot verschoben

Die drei Musikerinnen der Punkband Pussy Riot im Gerichtssaal in Moskau. Foto: Sergei Chirikov
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Die drei Musikerinnen der Punkband Pussy Riot im Gerichtssaal in Moskau. Foto: Sergei Chirikov dpa

Das Urteil gegen die russische Punkband Pussy Riot wurde verschoben. Die Musikerinnen bekamen von der Richterin noch einmal eine Gelegenheit, sich zu äußern.

Eigentlich sollte am heutigen Mittwoch das Uretil gegen die Moskauer Punkband Pussy Riot fallen. Das Urteil wird international mit Spannung erwartet, da der Prozess gegen die Frauenband als umstritten gilt. Nun will das Gericht in Moskau das Urteil erst am 17. August verkünden. Richterin Marina Syrowa gab den drei wegen Rowdytums angeklagten Musikerinnen am Mittwoch noch einmal Gelegenheit, sich zu ihrem Protest gegen den jetzigen Kremlchef Wladimir Putin Putin in der Erlöserkathedrale am 21. Februar zu äußern.

Verteidiger von Pussy Riot fordert Freispruch

Nach Ende der kurzen Sitzung habe Syrowa den Termin 17. August, 15 Uhr, angesetzt, berichteten Medien in Moskau. Die Staatsanwaltschaft hat auch wegen Verletzung religiöser Gefühle jeweils drei Jahre Haft beantragt für die Künstlerinnen. Die Verteidigung fordert Freispruch.

Protestgebet gegen Putin

Die Angeklagten Maria Aljochina (24), Nadeschda Tolokonnikowa (22) und Jekaterina Samuzewitsch (29) hatten ihr Protestgebet gegen Putin in der russisch-orthodoxen Hauptkirche als freie Meinungsäußerung verteidigt. Neben internationalen Künstlern und Politikern hatte auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die Freilassung der politischen Gefangenen gefordert.

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Madonna setzt sich für Pussy Riot ein

US-Popstar Madonna hat Freiheit für  die drei Mitglieder der regierungskritischen russischen  Frauen-Punkband Pussy Riot gefordert. "Sie verdienen das Recht,  frei zu sein", rief Madonna am Dienstag während ihres Moskauer  Konzerts ihren Fans zu. "Ich bete für eure Freiheit", fügte die  Musikerin mit Blick auf die drei Russinnen hinzu, die nach dem  Willen der Staatsanwaltschaft wegen "Rowdytums" und der  "Anstachelung zu religiösem Hass" jeweils drei Jahre Haft erhalten  sollen. Madonna unterstützt "Pussy Riot"

Madonna in Moskau

Madonna, die am Mittwoch auch in St. Petersburg auftreten  sollte, hatte bereits bei ihrer Ankunft auf dem Moskauer Flughafen  Milde für die Frauen gefordert. Dagegen forderten Unterstützer der  russischen Orthodoxen Kirche von den Behörden, Madonnas Konzert  abzusagen.

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