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Stendal

07.05.2015

Vermisste Inga: Eine Straftat wird immer wahrscheinlicher

Seit 2. Mai wird in Stendal nach dem fünfjährigen Mädchen Inga gesucht.
Bild: Jens Wolf, dpa

Im Fall der seit Samstag vermissten fünfjährigen Inga hält die Polizei eine Straftat für immer wahrscheinlicher. Die Suche nach dem Mädchen wurde vorerst eingestellt.

Die großangelegte Suche nach der vermissten Inga, an der sich in den vergangenen Tagen mehr als 1000 Helfer beteiligt hatten, wurde vorerst eingestellt. "Wir haben bislang nicht den Hauch einer Spur", sagte Polizeisprecher Marc Becher.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen rückten nun in den Vordergrund und würden nochmals intensiviert. Derzeit würden alle Hinweise, Spuren und Erkenntnisse ausgewertet, um weitere Ermittlungsansätze zu finden.

Das fünfjährige Mädchen war am Samstagabend im Stendaler Ortsteil Wilhelmshof verschwunden, wo es mit seiner Familie zu Besuch war. Die Polizei vermutet, dass das Kind beim sammeln von Holz für ein Lagerfeuer verschwand.

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Vermisste Inga - Suchgebiet so groß wie 5000 Fußballfelder

In den vergangenen vier Tagen hatten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, DRK und THW sowie freiwillige Helfer ein rund 3500 Hektar großes Waldgebiet bei Wilhelmshof durchkämmt. Das Gebiet ist etwa so groß wie 5000 Fußballfelder. Auch Hubschrauber und insgesamt 40 Spezialhunde beteiligten sich an der Suche. Zusätzlich wurden der komplette Ortsteil durchsucht und rund 100 Bewohner und Angestellte des Wilhelmshofs, einer betreuten Wohnanlage, befragt. Dabei gab es keinerlei Hinweise auf den Verbleib von Inga.

Die Gesamteinsatzleitung der Polizei entschied daher am Donnerstag, die Suche in den angrenzenden Waldgebieten vorerst einzustellen. Je länger das Mädchen vermisst bleibe, desto wahrscheinlicher sei eine strafbare Handlung, sagte der Polizeisprecher. Es werde aber weiter in alle Richtungen ermittelt. afp/AZ

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