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Virtuelle Währung
30.06.2014

Verbraucherschützer warnen: Vorsicht beim Einsatz von "Amazon Coins"

Das Logo des Internethändlers Amazont auf einem i-Phone.
Foto: Sebastian Kahnert (dpa)

Es klingt verlockend: Apps oder Handy-Spiele noch einfacher bezahlen - mit der virtuellen Währung "Amazon Coins". Doch Verbraucherschützer warnen.

Apps oder Spiele mit nur einem Klick noch bequemer bezahlen: Damit wirbt der Online-Versandhändler Amazon und bietet dafür seine virtuelle Währung, die "Amazon-Coins" an. Im Verhältnis eins zu eins können Kunden bei Amazon reale Euro-Cent gegen die virtuelle Währung tauschen und so ihr Coin-Konto auffüllen. Bezahl-Apps oder kostenpflichtige Zusatz-Funktionen beim Handy-Spiel lassen sich dann mit einem Click per Amazon Coin begleichen.

Erklräung zum Rücktausch der "Amazon Coins" fehlt

Klingt gut, hat aber den ein oder anderen Haken warnen Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale (VZ) Nordrhein-Westfalen. Der Umtausch von Cent in Coins ist nur im Paket möglich, angeboten werden Pakete zwischen fünf und 100 Euro. Die angebotenen Coin-Pakete aber passten nicht zu den meist krummen Preisen der Apps, die damit bezahlt werden können, sodass immer Restsummen übrig blieben, kritisierten die Verbraucherschützer. Vom Rücktausch von Coins in echtes Geld sei auf den Hilfeseiten bei Amazon "nichts zu lesen".

Zusatzmünzen verfallen nach einem Jahr

Beim Kauf der Coins in der virtuellen Wechselstube gibt es je nach Paketgröße Rabatte. Zudem gibt Amazon beim Kauf bestimmter Geräte Extra-Münzen hinzu. Doch auch bei den Zusatz-Coins mahnt die VZ zur Wachsamkeit: Anders als die gekauften virtuellen Coins verfielen Restbeiträge von Werbe-Münzen nach einem Jahr. Amazon verspreche zwar, stets erst die ältesten Werbe-Münzen abzubuchen. Per Kontoübersicht kontrollieren lasse sich das aber nicht.

"Unter diesen Bedingungen gilt es, gut zu überlegen, beim Branchenprimus in Vorkasse zu gehen", mahnen die Verbraucherschützer. Wer viele Coins ordere, profitiere zwar von den Rabatten. Doch den virtuellen Münzen "droht das Schicksal vieler Gutscheine und Guthabenkarten": Sie würden später gar nicht eingelöst. AFP

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