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Gesundheit

22.01.2019

WHO sieht zu wenig Impfungen als globale Bedrohung

Laut WHO könnten 1,5 Millionen Todesfälle vermieden werden, wenn weltweit mehr Menschen geimpft würden.
Bild: Martin Schutt, dpa (Symbolbild)

Laut der WHO treten immer häufiger Krankheiten auf, die als nahezu ausgerottet galten. Schuld daran seinen zu wenig durchgeführte Impfungen.

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilte, zählt die mangelnde Impfbereitschaft vieler zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken. Deshalb sei es ein vorrangiges Ziel, diese Bereitschaft zu verbessern und die Bevölkerung von der Wichtigkeit der Impfung zu überzeugen. Im laufenden Jahr will die WHO daher unter anderem die Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs über eine Ausweitung der HPV-Impfungen vorantreiben. Auch die Ausrottung von Polio in Afghanistan und Pakistan sei ein wichtiges Ziel.

Impfungen retten Leben

Laut der WHO verhindern Impfungen jedes Jahr zwischen zwei und drei Millionen Todesfälle weltweit. Weitere 1,5 Millionen könnten durch mehr Impfungen verhindert werden. Die Gründe, warum zu wenige Menschen geimpft sind, sind dabei vielfältig. Neben dem schlechten Zugang zu Impfstoffen sind Nachlässigkeit und mangelndes Vertrauen die Ursachen.

Masern-Erkrankung durch zu wenige Impfungen auf dem Vormarsch

Die mangelnde Impfbereitschaft vieler zeigt sich deutlich bei verschiedenen Erkrankungen. So seinen die Fälle von Masern-Erkrankungen weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent angestiegen. Auch in Ländern, in denen die Krankheit kurz vor der Ausrottung stand, wurden wieder vermehrt Fälle gemeldet.

Im Zuge der vermehrt auftretenden Fälle forderte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach eine allgemeine Impfpflicht. "Ich selbst befürworte bei einer so gefährlichen Krankheit wie den Masern eine Impfpflicht", sagte Lauterbach der Zeitung Die Welt. Er werde "auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zugehen und ihm empfehlen, dass wir in Deutschland eine neue Diskussion über die Notwendigkeit einer Impfpflicht führen, da sich die bisherigen Kampagnen für eine freiwillige Impfung als nicht hinreichend erwiesen haben".  (dpa/AZ)

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