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Griechenland

20.08.2012

Waldbrände zerstören Mastix-Baumharz auf Chios

Paradies und Hölle: Die Flammenwand eines Waldbrandes nähert sich auf der griechischen Insel Chios einem Touristenstrand.
Bild: Alexandros Vlachos, dpa

Waldbrände zerstören viel Mastix-Baumharz auf der griechischen Insel Chios. Auch andernorts in Griechenland wüten die Flammen.

Bei den Waldbränden auf der ostgriechischen Insel Chios haben viele der für die regionale Wirtschaft wichtigen Mastixbäume schweren Schaden genommen. Wie örtliche Behörden am Montag mitteilten, wurden 30 Prozent des Mastix-Harzvorkommens zerstört. Das Harz der immergrünen Bäume wird unter anderem bei der Herstellung von Ouzo, Kaugummi und Süßigkeiten verwendet. Ein Verantwortlicher der Feuerwehr sagte, das kurz vor der Ernte stehende Harz sei vor allem durch den dichten Aschenregen beschädigt worden.

Waldbrände zerstören Mastix-Baumharz auf griechischer Insel Chios

Der Vorsitzende der Mastixbauern von Chios, Efthimis Moniaros, sprach von einem schweren Schlag. Mastix ist für die Insel in der Ostägäis ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Starke Winde fachten am Montag mehrere Brände auf Chios wieder an. Diese zerstörten Schätzungen zufolge mehr als 7000 Hektar Wald und landwirtschaftlich genutztes Land. An dem Einsatz gegen die Flammen beteiligten sich zahlreiche Feuerwehrleute, die von sieben Hubschraubern unterstützt wurden.

Waldbrände zerstören Mastix-Baumharz auf Chios

Größere Brände gab es auch auf der ionischen Insel Zakynthos und auf Andros sowie am Berg Pilion und auf der Peloppones-Halbinsel. Auf Andros wurden am Montag zwei Franzosen unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen.

Auch andernorts in Griechenland wüten die Flammen

In Griechenland gibt es jedes Jahr zahlreiche Waldbrände, die normalerweise von hohen Temperaturen und starken Winden angefacht werden, oft aber auch auf Brandstiftung zurückgehen. Erst Anfang des Monats hatte ein Waldbrand die Mönchsrepublik am Berg Athos im Norden Griechenlands bedroht. 2007 waren bei einem Großbrand auf der Insel Euböa 77 Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen verschlangen rund 250.000 Hektar Land. afp/AZ

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