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Walpurgisnacht

16.09.2020

Walpurgisnacht 2021: Datum, Bedeutung, Ursprung und Brauchtum

Walpurgisnacht: Hier gibt es Infos zu Datum, Bedeutung, Ursprung und Brauchtum.
Bild: Swen Pförtner, dpa (Symbolbild)

Wann ist die Walpurgisnacht 2021? Hier gibt es die Infos zu Datum, Bedeutung, Ursprung und Bräuchen.

An der Schwelle zwischen Winter und Frühling, zwischen April und Mai, spukt es allenthalben. Und zwar nicht nur im Harz, nicht nur auf dem legendären Hexentanzplatz am Brocken, wo alles seinen Ursprung haben soll. Mittlerweile ist die Walpurgisnacht zu einem weit verbreiteten Fest geworden.

Hier finden Sie Infos zum exakten Datum, zum Ursprung und der Bedeutung des nächtlichen Mummenschanzes, der macherorts auch "Hexenbrennen" genannt wird. Welches Brauchtum ist damit verbunden?

Datum: Wann ist Walpurgisnacht 2021?

Die Walpurgisnacht findet immer in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai statt. 2021 fällt dieses Datum auf die Nacht von Freitag auf Samstag. Da der Tag nach der Nacht stets auf den gesetzlichen Maifeiertag fällt, bleibt auch den hartnäckigen Feierbiestern morgens in jedem Jahr eine Chance aufs Ausschlafen.

Ursprung und Bedeutung: Was passiert in der Walpurgisnacht?

Die Walpurgisnacht ist ein traditionelles nord- und mitteleuropäisches Fest am 30. April, das sich üblicherweise weit über Mitternacht hinaus in den 1. Mai zieht. Der Name des Festes leitet sich von der heiligen Walburga ab, das bis ins Mittelalter am 1. Mai, dem Tag ihrer Heiligsprechung, begangen wurde. Als „Tanz in den Mai“ hat die letzte Aprilnacht wegen der Gelegenheit zu Tanz und Geselligkeit am Vorabend des arbeitsfreien Maifeiertags auch als urbanes, weltliches Festereignis Eingang in private und kommerzielle Veranstaltungen gefunden.

Traditionell gilt die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai als die Nacht, in der die Hexen der Legende nach vor allem auf dem Blocksberg - das ist eigentlich der Brocken im Harz - ein großen Fest abhielten. Doch auch an anderen erhöhten Orten fanden derartige Rituale (in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts "Hexensabbat") angeblich statt. Im Rahmen der Aufklärung verlor das Treiben viel von seinem heidnischen Eifer und wurde einfach als fröhliches Fest zur Verabschiedung des Winters und zur Begrüßung des Frühlings angesehen. Gleichwohl wurde die Walpurgisnacht noch lange von Kirche und Staat misstrauisch beäugt und zeitweise sogar verboten.

Der Begriff "Walpurgisnacht" wurde durch Goethe populär

Johann Wolfgang von Goethe hat den Begriff "Walpurgisnacht" populär gemacht - nicht nur im "Faust", sondern auch durch seine Ballade "Die erste Walpurgisnacht". Das Werk dreht sich um den nächtlichen Kampf zwischen heidnischen Druiden und christlichen Priestern, den der Dichterfürst mit deutlicher Sympathie für die Anhänger der vorchristlichen Naturreligion erzählt. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy macht in seiner Vertonung augenzwinkernd deutlich, auf wessen Seite er steht - mit Sicherheit sind es nicht Goethes ängstliche und abergläubische "Pfaffenchristen".

Brauchtum der Walpurgisnacht

Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird, wie bereits erwähnt, in vielen Orten für einen "Tanz in den Mai" genutzt, der mit Religion - sei sie nun heidnisch oder christlich - nicht das Geringste zu tun hat. Dies gilt auch für die Gepflogenheiten meist jüngerer Männer, die in der sogenannten Rau- oder Freinacht allerlei Unfug treiben - manchmal harmlos bis albern, nicht selten aber auch gefährlich und strafbar.

Die echten Walpurgisnächte dagegen erlebt man am besten im Harz, wo unzählige Orte das Feiern und das Anzünden von Freudenfeuern zu einer touristischen Attraktion gemacht haben. Die Harzer Walpurgisnächte werden in mehr als 20 Orten der Region gefeiert. Dabei befindet sich das Zentrum des sprudelnden Hexenkessels in den Ortschaften Bad Grund, Braunlage, Hahnenklee, Sankt Andreasberg, Schierke und Thale.

Knorrige Alte, schaurig schöne Hexen und dämonenhafte Wesen sind rund um die lodernden Flammen des Harzes untrennbar miteinander verbunden. Es wird getanzt, gelacht, gefeiert. Ein Festprogramm mit Gauklern, Geistern und all dem Hexenvolk begeistert die von überall angereisten Gäste. Wer nicht auf seinem Reisigbesen den Weg zum Brocken zurücklegen möchte, dem sei die dampfende Brockenbahn empfohlen, die sich unter Hexengeschrei und Teufelsgeheul den Berg hinauf schiebt. (AZ)

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