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Christlicher Feiertag
08.09.2021

Wann ist "Mariä Geburt"? Datum und Bedeutung

Wann ist "Mariä Geburt"? In diesem Artikel finden Sie Datum und Bedeutung des Feiertags. Unser Bild zeigt die Marienstatue auf der Mariensäule in München.
Foto: Sven Hoppe, dpa

"Mariä Geburt": Jährlich im September begehen viele Christen diesen Feiertag. Zu welchem Datum genau? Was ist die Bedeutung? Hier erfahren Sie es.

"Mariä Geburt": Römisch-katholische, orthodoxe und anglikanische Christen in aller Welt begehen einmal im Jahr diesen Feiertag. Wir informieren Sie hier über das Datum im liturgischen Kalender und die Bedeutung dieses Tages, der an die Geburt der Gottesmutter Maria erinnert.

"Mariä Geburt": An welchem Datum begehen Christen diesen Feiertag?

Das Fest "Mariä Geburt" wird im Kirchenjahr der römisch-katholischen Kirche, der orthodoxen Kirchen und der anglikanischen Kirche jedes Jahr am 8. September gefeiert.

In Deutschland ist "Mariä Geburt" kein gesetzlicher Feiertag. Im Fürstentum Liechtenstein wurde das kirchliche Fest 1969 als bis dahin bestehender gesetzlicher Feiertag aufgehoben, da zuvor der 1. Mai Feiertag geworden war. 1986 wurde der 8. September wieder zum Feiertag, allerdings nicht zu Ehren der Mutter Jesu, sondern als Erinnerung an die Pastoralreise Papst Johannes Pauls II. am 8. September des Vorjahres nach Liechtenstein.

Was ist die Bedeutung von "Mariä Geburt"?

Das Fest "Mariä Geburt" entwickelte sich gegen Ende des 5. Jahrhunderts aus dem Weihefest der heutigen St.-Anna-Kirche in Jerusalem. Diese Kirche, die auch "St.-Annen-Kirche" genannt wird, ist ein Sakralbau in der Altstadt. Das Gotteshaus steht in der Nähe des Löwentors neben dem Bethesda-Teich. Die Kirche hat offiziell den Status einer "Basilica minor" ("kleinere Basilika") - das ist ein Ehrentitel, den der Papst einem besonders wichtigen Kirchengebäude verleihen kann.

Die Kirche St. Anna befindet sich an jenem Ort, der seit langem als Marias Geburtsort angesehen wird. Seit dem 7. Jahrhundert wird das Fest der Geburt der Gottesmutter in der Ost- und der Westkirche offiziell gefeiert. Das Fest "Mariä Geburt" bestimmte später die Festlegung des Datums für das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" (lateinisch "immaculata conceptio"). Die "unbefleckte Empfängnis" ist ein Dogma der römisch-katholischen Glaubenslehre, wonach die Gottesmutter Maria vor jedem Makel der Erbsünde bewahrt wurde. Damit habe Gott Maria vom ersten Augenblick ihres Daseins an vor der Sünde bewahrt, weil sie später die Mutter Gottes werden sollte. Diese Lehre bezieht sich also nicht, wie häufig falsch vermutet, auf die Zeugung Jesu. Es geht ausschließlich um die Empfängnis seiner Mutter Maria, die nach nichtbiblischen Quellen auf natürliche Weise von ihren Eltern Anna und Joachim gezeugt worden sein soll, dabei aber von der Erbsünde frei blieb. "Immaculata" steht für "ohne Makel".

"Mariä Geburt": Was hängt sonst noch mit diesem Feiertag zusammen?

In der Geschichte der christlichen bildenden Kunst ist "Mariä Geburt" ein häufiges Motiv als Einzeldarstellung. Vor allem aber ist das Ereignis Teil von Zyklen zum Leben der Maria und ihrer Mutter, der heiligen Anna. Auch die Kindheits- und Jugendgeschichte Jesu wird häufig dargestellt.

In Telgte in Westfalen findet an einem Dienstag nach dem Feiertag der traditionelle Mariä-Geburts-Markt statt. Auch im saarländischen Lebach gibt es Anfang September einen jährlichen Markt aus Anlass des Festes.

In Bauernregeln weist das Fest auf den Herbstanfang hin: "Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt" und "Mariä Geburt sin de Nüete (Nüsse) guet“. Im Volksmund heißt das Fest "Mariä Geburt" mancherorts auch „kleiner Frauentag".

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