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Fest Mariä Heimsuchung
02.07.2021

Wann ist Mariä Heimsuchung? Bedeutung und Datum

Wann ist "Mariä Heimsuchung"? In diesem Artikel erfahren Sie alles zu Datum und Bedeutung. Was viele gar nicht wissen: Auch die 1200 Jahre alte Augsburger Bischofskirche heißt offiziell "Hoher Dom Mariä Heimsuchung".
Foto: Ulrich Wagner

Im Juli feiern die Christen das Fest "Mariä Heimsuchung". Hier erfahren Sie das genaue Datum und die Bedeutung dieses Festtags.

Das Fest "Mariä Heimsuchung" erinnert an den Besuch der Gottesmutter Maria bei ihrer Verwandten Elisabet. Das Gedenken an dieses Ereignis ist keineswegs den römisch-katholischen Christen vorbehalten  - auch die altkatholische Kirche sowie Teile der anglikanischen und lutherischen Kirchen begehen diesen Festtag. Wir informieren Sie hier über das Datum und die Bedeutung des Erinnerungstags.

Das Datum: Wann feiern Christen "Mariä Heimsuchung"?

Das Fest "Mariä Heimsuchung" (lateinisch "Visitatio Mariae") wird im deutschsprachigen Raum jedes Jahr am 2. Juli gefeiert - dies gilt sowohl für die römisch-katholische als auch die altkatholische und lutherische Kirche.

Das ursprüngliche Datum ist ebenfalls der 2. Juli. Dieser Tag wurde im Jahr 1263 vom damaligen Generalminister des Franziskanerordens, Johannes Bonaventura, für den Orden so festgelegt und fand schnell in der gesamten Weltkirche Verbreitung.

Da aber der 2. Juli mit dem Tag nach der Oktav des Geburtsfestes Johannes' des Täufers zusammenfiel, verlegte eine Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) das Fest "Mariä Heimsuchung" im römischen Generalkalender auf den 31. Mai  - bis dahin das Fest "Maria Königin". Damit soll zugleich der Abschluss des traditionellen Marienmonats markiert werden.

Um einer möglichen Verwirrung Einhalt zu gebieten: Im liturgischen Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet bleibt es beim 2. Juli.

"Mariä Heimsuchung": Die Bedeutung des Festes

Der Begriff "Heimsuchung" ist zunächst etwas missverständlich, da wir heute einen Schicksalsschlag damit verbinden - für viele durchaus verstanden als Prüfung oder Strafe Gottes. In seiner mittelhochdeutschen Bedeutung ("heimsuochinge") steht der Begriff in Süddeutschland auch für "Haussuchung" oder "Hausfriedensbruch".

Mit alledem hat "Mariä Heimsuchung" absolut nichts zu tun. Das Wort in diesem Zusammenhang stammt - alles laut "Duden" - aus dem Frühneuhochdeutschen und bedeutet nichts anderes als "Besuch". Es geht um eine Begegnung zwischen Maria und Elisabet, die manchmal auch Elisabeth geschrieben wird. Die beiden sind miteinander verwandt (einigen Quellen zufolge Cousinen). Die Frauen sind schwanger - Maria mit Jesus, Elisabet im sechsten Monat mit dem Kind, das später Johannes der Täufer sein wird.

Lukas ist der einzige Evangelist, der diese Episode im Neuen Testament schildert: Elisabet grüßt Maria mit den Worten "Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?  In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ" (Lk. 1, 41-45). Maria antwortet mit ihrem berühmten Loblied Magnificat (Lk. 1, 46–55). Der Gruß Elisabets fand auch Eingang in den Text des Ave Maria und indirekt in andere Gebete wie den Angelus oder den Rosenkranz.

In Deutschland gibt es zahllose Kirchen und Kapellen mit dem Namen "Mariä Heimsuchung", die weitaus meisten davon stehen in Bayern. Eine der prominentesten unter ihnen dürfte der Augsburger Dom sein, den selbst viele Fuggerstädter schlicht als "Hohen Dom" oder "Mariendom" kennen.

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