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Ostern 2019

11.04.2019

Warum ist Ostern dieses Jahr so spät?

Warum ist Ostern 2019 so spät im Jahr, nämlich diesmal erst Ende April? Die Erklärung ist einfach - das liegt am Mond.
Bild: Uwe Meinhold

Warum ist Ostern 2019 so spät im Jahr, nämlich erst Ende April? Die Erklärung ist einfach - das liegt am Vollmond.

Es ist nicht nur gefühlt: Ostern und die davon abhängigen beweglichen Festtage sind 2019  so spät wie selten. Am 21. April ist Ostersonntag, am 22. April Ostermontag. Viel später im Jahr geht gar nicht, denn der überhaupt späteste Ostertermin ist der 25. April. Zuletzt stand dies im Kalender von 1943, jetzt müssen wir „nur“ bis 2038 warten.

Warum ist Ostern 2019 so spät? Warum gibt es diese große Zeitspanne überhaupt – 2008 etwa hatten wir mit dem 23. März das früheste Osterfest des Jahrhunderts gefeiert?

Warum Ostern so spät ist 2019

Um zu wissen, wie der Zeitpunkt für Ostern errechnet wird, muss man weit zurück in die Geschichte gehen. Das Konzil von Nicäa beschloss 325, dass die Gesamtkirche Ostern im Frühjahr an einem einheitlichen Termin feiert. Eine verbindliche Berechnungsgrundlage wurde nicht dokumentiert, sodass bis ins 6. Jahrhundert unterschiedliche Auslegungen existierten.

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Der römische Abt Dionysius Exiguus schlug 525 erstmals eine verbindliche Formel vor, die mit der 532 beginnenden Ostertafel den Durchbruch schaffte. Dionysius gilt als Begründer der Christlichen Zeitrechnung. Er setzte die Ostergrenze auf den Zeitraum zwischen 21. März und 18. April fest.

Der genaue Zeitpunkt des Osterfestes wird seitdem nach dem Mond berechnet: Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem Vollmond, der am oder nach dem 21. März stattfindet. 

Frühester Termin für den Ostersonntag ist seither der 22. März, wenn nämlich am 21. März Vollmond ist und auf den nächsten Tag ein Sonntag trifft. Das war letztmals 1818 der Fall. Spätester Ostersonntag ist der 25. April – wenn nämlich erst am 18. April Frühlingsvollmond und zugleich Sonntag ist.

Woher der Name Ostern kommt, ist nicht ganz geklärt

Woher der Name Ostern kommt, ist übrigens nicht völlig geklärt. Volkstümlich wurde er von der Frühlingsgöttin "Ostara" abgeleitet. Möglicherweise ist er auch Resultat eines Übersetzungsfehlers. Die lateinische Bezeichnung für die Osterwoche ("Weiße Woche"/"hebdomada in albis") wurde Religionshistorikern zufolge auch mit dem Wort für die Morgenröte "alba" - auf althochdeutsch "eostarun" - verwechselt.

Was kaum jemand weiß: Ostersonntag ist nur in Brandenburg ein gesetzlicher Feiertag, in allen anderen Bundesländern nicht. Das musste vor einigen Jahren auch ein Arbeitnehmer lernen, der am Ostersonntag gearbeitet hatte, dafür aber keinen Feiertagszuschlag erhielt. Zu Recht, wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschied. (AZ)

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