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Brauchtum

08.07.2020

Was bedeuten die zwölf Rauhnächte 2020 / 2021? Datum, Bedeutung, Bräuche

Rauhnächte 2020 / 21: Zwischen Weihnachten und Dreikönig sollen sich Dämonen rumtreiben. Infos zu Bedeutung, Datum und Bräuchen gibt es hier.
Bild: Armin Weigel dpa/lby

Wann sind die Rauhnächte 2020 / 2021? Dem Aberglauben nach sollen in diesen Nächten Dämonen ihr Unwesen treiben. Woher kommen die Bräuche? Was ist die Bedeutung?

Um die Rauhnächte ranken sich viele Mythen. Wann sind diese zwölf besonderen Nächte 2020? In diesem Artikel informieren wir rund um Bedeutung, Bräuche und Datum.

Datum: Wann sind die Rauhnächte 2020 / 2021?

Die Rauhnächte beginnen am 25. Dezember und dauern bis zum 6. Januar. Diese zwölf Nächte haben im Volksmund unterschiedliche Namen: Sie werden auch Raunächte, Zwölf-, Los-, Unter-, Weihe-, oder Zwischennächte genannt.

Je nach Region unterscheidet sich die Zahl, mancherorts sind es nur drei, andernorts zwölf dieser speziellen Nächte. Auch die Thomasnacht vom 21. auf 22. Dezember wird gelegentlich als Rauhnacht gezählt.

Rauhnacht-Bedeutung: Was bedeuten die zwölf Rauhnächte?

"Die Raunächte gehen zurück auf das Mondjahr, das mit 354 Tagen kürzer ist als das Sonnenjahr. Als man vom Mond- zum Sonnenjahr übergegangen ist, waren elf Tage und zwölf Nächte übrig - die heutigen Raunächte", berichtet die Autorin und Expertin Vera Griebert-Schröder.

Die Rauhnächte hießen ursprünglich "Rauchnächte", weil in dieser Zeit mit Kräutern geräuchert wurde, um dunkle Geister und Dämonen zu vertreiben und segenbringende willkommen zu heißen.

Aberglaube und Mythen

Vor allem um die Rauhnächte 24./25. Dezember, 31. Dezember/1. Januar und 5./6. Januar rankt sich allerlei Aberglaube. Mancherorts galten diese Nächte als derart gefährlich, dass besondere Regeln eingehalten werden mussten. Das Haus durfte keinesfalls unordentlich sein. Es war verboten, Wäsche zu waschen und aufzuhängen. Denn weiße Wäsche an der Leine könnte von wilden Reitern gestohlen und als Leichentücher verwendet werden, fürchtete man.

In anderen Versionen dieses Aberglaubens hieß es, wilde Geister könnten sich in der Wäsche verfangen und ziemlich böse reagieren. "Die Wilde Jagd reißt die Wäsche von der Leine und zerfetzt sie", hieß es - zwischen den Jahren verzichtete man also darauf, die Wäsche herauszuhängen.

Darüber hinaus war es in manchen Orten untersagt, in den Rauhnächten Karten zu spielen.

Wurde das Räuchern ins Christentum übertragen?

Durch die Christianisierung und den Einfluss der römischen Traditionen wurde der Brauch des Räucherns zu einer christlichen Handlung. Deshalb ist auch heute bei der Einweihung von Gebäuden und Plätzen durch einen katholischen Priester das Weihrauchfass immer dabei.

Rauhnächte oder auch Raunächte: Gibt es die Bräuche auch heute?

Ja, in den Rauhnächten ist es in einigen Teilen Bayerns noch Brauch, zwischen Heiligabend und dem 6. Januar als zottelige mystische Sagengestalten verkleidet umherzuziehen, um böse Geister zu vertreiben.  (AZ)

Ein Interview über den Brauch der Rauhnächte mit der Heilpraktikerin Vera Griebert-Schröder aus unserem Archiv lesen Sie hier: Raunächte: Wo das Jahr eine Zeitlücke hat.

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