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Was passieren kann, wenn man sich im Haushalt nicht bremsen kann

Glosse Von Andreas Frei
03.03.2021

Einmal hat man gar keine Lust auf Putzen. Dann wieder bricht das Putzfieber aus. Was dies mit einem nächtlichen Poltern samt Polizeieinsatz zu tun haben kann.

„Na, fauler Kerl“, grummelt der Putzlappen aus der Ecke, „verschmähst mich heute wieder?“ Erwischt! Wetter zu schön, falsche Klamotten an, gerade erst die Hände eingecremt – irgendeinen Grund gibt’s immer, sich haushaltstechnisch aus dem Staub zu machen.

Und dann ist da das andere Extrem. Einmal aus reiner Nächstenliebe dem Lappen zu tief in die Fasern geschaut – zack, schon wächst sich die Entfernung eines Fettflecks zur gefühlten Grundreinigung des gesamten Stadtteils aus. Dann vereinigen sich die Schwämme und Chemikalien und Schrubber dieser Erde, und heraus kommt ein Großputz, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Oder mit anderen Worten: Die Putzgeister, die ich rief, werde ich nicht mehr los.

Die Polizei ertappte den "bösen Buben" - runder Typ, auffällig untersetzt

Nun ist auch der Haushalt 2021 nicht mehr durchgängig analog. Vielerorts sind digitale Helferlein eingezogen, die – wer will es ihnen verübeln – gerade in der Probezeit ihrer Anstellung noch hoch motiviert sind. Daran dachte nur jene 29-jährige Frau aus Erfurt nicht, als sie nachts durch lautes Poltern aufgeschreckt wurde. Erster Gedanke: Einbrecher! Also 110. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.

Auch ein Saugroboter ist nur ein Mensch.
Foto: Zacharie Scheurer, dpa

Der Polterer wurde auf frischer Tat ertappt. Runder Typ, auffällig untersetzt. Was soll man sagen: Ein Roboter, selbst ein Saugroboter, ist auch nur ein Mensch. Halt einer, der die Putzgeister gar nicht mehr loswird. Der rennt schon mal nachts wie von Sinnen gegen Möbel. Die Polizei ließ ihn gewähren.

Übrigens, wenn wir schon beim Thema sind: Männer sehen ihren alltäglichen Beitrag im Haushalt offenkundig positiver, als dieser tatsächlich ist. Das zeigt eine Umfrage, über die wir auf Panoramaberichten. Saugroboter wurden nicht befragt, auch keine männlichen.

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