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Brasilien

03.04.2020

Wegen Corona: Bedrohte Schildkröten-Babys können ungestört schlüpfen

Wegen der Corona-Krise sind viele Strände in Brasilien momentan ungewöhnlich leer.
Bild: G. Ismar, dpa (Symbol)

Auch in Brasilien schränkt Corona das öffentliche Leben ein - mit ungewöhnlichen Folgen. An den Stränden können bedrohte Meeresschildkröten ungestört schlüpfen.

Auch im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco bekommen die Menschen die Folgen der Corona-Krise zu spüren. Gouverneur Paulo Camara hat vor einigen Tagen eine teilweise Ausgangssperre verhängt – die Menschen sollen möglichst zu Hause bleiben und sich nicht versammeln. Die spektakulären Sandstrände in der Region sind deswegen trotz tropischer Temperaturen ungewöhnlich leer.

Die Maßnahmen haben auch ungewöhnliche Nebeneffekte: An der Küste der Stadt Paulista sind fast 100 Meeresschildkrötenbabys der Art Echte Karettschildkröte geschlüpft und konnten beinahe ungestört ihren Weg ins Meer antreten.

 

Wegen Corona: Bedrohte Schildkröten-Babys können ungestört schlüpfen

Leere Strände wegen Corona-Krise: In Brasilien können Meeresschildkröten ungestört schlüpfen

Die Tiere sind vom Aussterben bedroht: Ihre Eier und ihr Fleisch sind ebenso begehrt wie ihre Panzer, aus denen zum Beispiel Schmuckgegenstände hergestellt werden.

Neben der Echten Karettschildkröte legen auch Grüne Meeresschildkröten, Oliv-Bastardschildkröten und Unechte Karettschildkröten im Januar ihre Eier an den Stränden von Paulista ab. Mehr als 300 der Meerestiere seien in diesem Jahr insgesamt bereits geschlüpft, sagte Paulistas Umweltminister Roberto Couto gegenüber der britischen Tageszeitung The Guardian. "Es ist wirklich schön, weil man den genauen Moment beobachten kann, in dem sie aus den Eiern schlüpfen und ihren kleinen Marsch über den Strand beginnen.“

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