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Weltärzte-Präsident
15.11.2020

Montgomery warnt vor Überlastung der Krankenhäuser trotz Corona-Lockdown

Weltärztebund-Vorsitzender Frank Ulrich Montgomery warnt: "Nicht erst reagieren, wenn es zu spät ist."
Foto: Guido Kirchner, dpa (Archiv)

Exklusiv Frank Ulrich Montgomery besorgt der Anstieg der Infektionszahlen, gerade mit Blick auf die Intensivstationen. Für Lockerungen gebe es keinen Raum.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor einer sich abzeichnenden Überlastung der deutschen Krankenhäuser trotz des bisherigen Teil-Lockdowns. „Wenn es so weitergeht wie gegenwärtig, werden wir mit massiven Personalproblemen und am Schlimmsten Bettenmangel kämpfen müssen“, sagte  Montgomery unserer Redaktion. „Bisher sehen wir zwar eine Abflachung des Zuwachses an neuen Infektionen aber keinerlei Abknicken der Infektionskurve nach unten“, warte der Weltärzte-Präsident. „Wir werden also – das ist meine Prognose – eher über weitere Einschränkungen reden müssen als über Lockerungen“, betonte er.

 

Weltärzte-Präsident: Montgomery: Nicht über Lockerungen diskutieren

„Viel mehr Sorge aber bereitet das Volllaufen der Krankenhäuser und Intensivstationen“, sagte Montgomery. Er forderte in den Krankenhäusern auf planbare Operationen zu verzichten und Personal aus anderen Bereichen auf die Behandlung von Covid-19 Patienten zu schulen. „Wer zu spät bekommt, den bestraft das Virus – deswegen müssen wir jetzt proaktiv handeln, und nicht erst reagieren, wenn es zu spät ist“, sagte der Weltärzte-Präsident. „Es ist eine Illusion davon auszugehen, dass wir jetzt schon über Lockerungen oder Ausstiegsszenaren aus dem Teil-Lockdown reden können, der ja eher ein Teil-Shutdown ist  - richtige Ausgangssperren wie in Frankreich oder Italien gibt es bei uns ja gar nicht“, sagte Montgomery. „Eher das Gegenteil ist der Fall“, betonte er mit Blick auf das Treffen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. (AZ)

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