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Weltbienentag
03.05.2021

Wann ist Weltbienentag? Datum und Bedeutung

Weltbienentag: Hier erfahren Sie mehr zur Geschichte und zur Bedeutung. Außerdem verraten wir Ihnen das Datum des Tages.
Foto: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Wann ist Weltbienentag? Hier erfahren Sie es. Außerdem informieren wir Sie in diesem Artikel über die Entstehung und die Bedeutung des Aktionstages.

Ihre einzigartigen Leistungen begegnen uns Tag für Tag aufs Neue: Die Rede ist von Bienen, welche als Bestäuber unabdingbar für die Ernährungssicherheit der Menschen sind. Darüber hinaus fungieren die Insekten mit ihrem Sozialverhalten und Bauwerken auch für technische Entwicklungen und in der Informatik immer wieder als Vorbild.

Um an den immensen Stellenwert der Biene für die Menschheit zu erinnern und auf den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation sowie auf den dringend notwendigen Schutz der Tiere aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen den Weltbienentag geschaffen.

Ausführliche Infos zum Datum und zur Geschichte des Tages sowie zur Bedeutung der Biene lesen Sie hier in diesem Artikel.

Datum: An welchem Tag findet der Weltbienentag statt?

Der Weltbienentag findet jedes Jahr am 20. Mai statt und existiert seit dem Jahr 2018.

Geschichte: Das steckt hinter dem Weltbienentag

Zur Entstehung des Weltbienentags kam es durch das Land Slowenien. Dieses hatte den Aktionstag im Jahr 2017 auf Initiative des hiesigen Imkerbundes im Rahmen der Organisation der Vereinten Nationen vorgeschlagen. Dem Antrag stimmten mehr als 100 Länder, darunter alle EU-Länder, Russland, China und Amerika, zu, sodass von den Vereinten Nationen der 20. Mai als offizieller Weltbienentag bestimmt wurde.

Das Datum wurde ausgewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1734 der Vorreiter der modernen Imkerei Anton Janša geboren wurde. Der slowenische Hofimkermeister von Maria Theresia in Wien gilt als Erfinder der ersten Zargenbetriebsweise, mit welcher man die Waben in einem Bienenstock problemlos bewegen kann. Außerdem war er Leiter der ersten modernen Imkerei-Schule der Welt und ist Autor von zahlreichen Lehr-Büchern, die sich mit der Bienenzucht und Imkerei beschäftigen.

Die Biene ist ein echtes Wundertier

Über 80 Prozent aller Wild- und Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt. Ohne die Bestäubung durch die Insekten würden all diese Pflanzen keine Samen bilden oder Früchte tragen. Somit sind Bienen für die Nahrungsproduktion des Menschen und die Biodiversität extrem wichtig. Auch zu unserer Gesundheit tragen die Insekten bei. So werden heutzutage mehr als 50.000 Pflanzenarten, welche alle von Bienen bestäubt werden, für medizinische Zwecke eingesetzt.

Bienen bestäuben mehr als 80 Prozent aller Wild- und Nutzpflanzen.
Foto: Arne Dedert/dpa (Symbolbild)

Darüber hinaus spielt die Biene auch in anderen Bereichen unseres Lebens eine wichtige Rolle. So ist die charakteristische Wabenbauweise der Insekten beispielsweise Vorbild beim Bau von Flug- und Fahrzeugen. Im Bereich der Informatik wird sich außerdem die extrem effiziente Sammelweise der Arbeiterinnen eines Bienenvolks zu Nutzen gemacht und bei der Erstellung von Computerprogrammen und in sozialen Netzwerken angewendet.

Bienen sind weltweit in Gefahr und müssen geschützt werden

Doch trotz ihrer erstaunlichen Leistungen sind Bienen weltweit in Gefahr und werden immer weniger. So befinden sich mittlerweile mehr als 300 von 560 Wildbienenarten auf der Roten Liste. Bis heute wissen Wissenschaftler und Forscher immer noch nicht genau, was die konkreten Ursachen für den Rückgang der Bienenpopulationen sind. Es wird vermutet, dass viele verschiedene Faktoren dabei eine Rolle spielen.

Ein Insektenhotel bietet ein zuhause für Bienen und viele andere Insekten.
Foto: Jan Woitas/dpa (Symboldbild)

So werden unter anderem die Nistmöglichkeiten für Wildbienen zunehmend seltener, da der Großteil der Flächen versiegelt und Totholz beseitigt wird. Hinzu kommen die negativen Auswirkungen von Monokulturen in der Landwirtschaft, wodurch das Nahrungsangebot auf den Feldern im Laufe der letzten Jahre massiv zurückgegangen ist. Auch eingesetzte Pflanzenschutzmittel wirken sich schädlich auf Bienen aus und beeinträchtigen diese beispielsweise in ihrer Orientierung.

Daher ist es umso wichtiger, sich für den Schutz der Bienen einzusetzen und diese mit dem Säen von bienenfreundliche Pflanzen, dem Verzicht auf Pestizide und dem Bereitstellen von Nistmöglichkeiten zu unterstützen.

(AZ)

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