Newsticker
EMA gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Wer hat Baby-Alpaka Christinchen gestohlen?

Brandenburg

28.11.2019

Wer hat Baby-Alpaka Christinchen gestohlen?

Wo ist das Alpaka-Baby Christinchen? Offenbar hat jemand das inzwischen zehn Tage alte Fohlen aus dem Streichelzoo des Landhotels Burg im Spreewald gestohlen.
Foto: Landhotel Burg im Spreewald

Das zehn Tage alte Tier wird nun schon sein halbes Leben lang vermisst. Alpaka-Mama Berta war tagelang völlig durch den Wind.

Wo ist Christinchen? Das kleine Alpaka ist erst zehn Tage alt und wird nun schon sein halbes Leben lang vermisst. Irgendwann in der Nacht vom 23. auf den 24. November ist es aus dem Streichelzoo des Landhotels Burg im Spreewald verschwunden. Spurlos. Wahrscheinlich hat jemand das kleine Tier gestohlen, erzählt Dieter Gloede, Geschäftsführer des Landhotels, am Telefon. Seine große Sorge: "Wenn es nicht alle vier Stunden gefüttert wird, dann geht es zugrunde." Normalerweise würde Christinchen noch Muttermilch bekommen.

Alpaka-Mama Berta war völlig durch den Wind

Dass das Baby fehlt, fiel am Morgen des 24. Novembers auf. Alpaka-Mama Berta war ganz aufgeregt. "Die ersten Tage war sie völlig durch den Wind", erzählt Gloede.

Seitdem die Gloedes öffentlich gemacht haben, dass ihr Baby-Alpaka wohl gestohlen wurde, bekommt das Hotel über die sozialen Medien jede Menge Rückmeldungen. Auf Facebook wurden Zeugenaufrufe hunderte Male geteilt. Das Hotel musste in einem Post um Verständnis bitten, dass die Mitarbeiter nicht alle Kommentare beantworten können. Wer wichtige Hinweise habe, solle diese bitte über Nachricht schicken.

Chrstinchen zwischen den Beinen der erwachsenen Alpakas.
Foto: Landhotel Burg im Spreewald

Unter den Rückmeldungen waren aber noch keine Hinweise, die so richtig weitergeholfen hätten, sagt Gloede. "Gar nichts. Und wilde Spekulationen, zum Teil ganz schräg." So hätten einige vermutet, dass ein Wolf dahinter stecken könnte. "Es gibt hier keinen Wolf", stellt Gloede klar. Zudem sei das Tier komplett spurlos verschwunden. Wenn ein Wildtier im Gehege war, hätte man das bemerkt.

Es gibt einen Zaun - Diebe hält dieser aber nicht auf

Andere warfen dem Hotel vor, das Gehege nicht gut genug gesichert zu haben. Der Streichelzoo sei abgeschlossen, aber natürlich nicht mit einem Stacheldraht, erklärt der Geschäftsführer. Das widerspräche ja dem Sinn eines Streichelzoos. Einen Dieb würde der Zaun nicht aufhalten. "Wenn da jemand hin will, kommt er da auch hin."

Das große Interesse ist einerseits gut für die Suche. Auch, wenn bisher noch kein Hinweis etwas ergeben hat, hat Gloede ein wenig Hoffnung, dass doch noch etwas kommt.

 

Auf der anderen Seite hat Gloede die Befürchtung, dass der Dieb Christinchen wegen all der Aufmerksamkeit loswerden möchte. Wenn er das junge Tier einfach frei lässt, hätte es keine Überlebenschancen. Deswegen verzichtet das Landhotel auch auf eine Anzeige bei der Polizei. "Wenn es auf einmal wieder im Streichelzoo ist, machen wir gar nichts", verspricht Gloede.

Gloede vermutet, dass der Dieb Alpaka-Baby Christinchen verkaufen möchte

Im Streichelzoo des Landhotels gibt es noch viele weitere Tiere wie Ziegen, Schafe, Esel, Emus und Meerschweinchen. Es sei schon ein paar Mal vorgekommen, dass etwa ein Meerschweinchen gestohlen wurde, erzählt Gloede. Das Alpaka-Gehege liegt aber auf der anderen Seite des Hauses und dadurch eigentlich besser geschützt.

Gloede vermutet, dass der Dieb Christinchen verkaufen möchte. Alpakas kosten eine ganze Menge, erklärt er. Mit den entsprechenden Papieren müsse man etwa 2000 Euro rechnen - Christinchen dürfte als Weibchen noch ein bisschen mehr Wert sein. "Wir haben die Vermutung: Es geht ums Geld."

So sind weiterhin nur noch drei Alpakas im Streichelzoo des Hotels. Alpaka-Mama Berta habe sich inzwischen beruhigt. Obwohl ihr Junges spurlos verschwunden ist, stehe sie wieder wie normal im Gehege, erzählt Gloede. "Wahrscheinlich geht das bei Tieren schneller als bei Menschen." (jako)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren