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Westjordanland
30.06.2014

Vermisste israelische Jugendliche tot unter Steinhaufen gefunden

Israelische Soldaten während der Suche in Hebron. Die vermissten israelischen Jugendlichen sind tot.
Foto: Abed Al Hashlamoun (dpa)

Die seit mehr als zwei Wochen im Westjordanland vermissten israelischen Jugendlichen sind tot. Israel beschuldigt die Hamas der Entführung.

Ihre Leichen seien unter einem Steinhaufen auf einem Feld in der Nähe von Hebron gefunden worden, berichtete das israelische Fernsehen am Montag.

Hamas soll Jugendliche entführt haben

Israel beschuldigt die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas, hinter ihrer Entführung zu stehen. Die Jugendlichen seien offenbar schon kurz nach der Entführung erschossen worden, hieß es in dem Bericht. Die Jagd nach den mutmaßlichen Entführern dauere noch an. Der Geheimdienst hat zwei Hamas-Mitglieder als Tatverdächtige genannt.

Hebron abgeriegelt

Nördlich der Stadt Hebron seien starke Truppenverbände im Einsatz, berichtete der israelische Rundfunk am Montagabend. Es sei zu Schusswechseln mit Palästinensern gekommen. Das israelische Sicherheitskabinett wollte sich noch am Abend zu einer Sondersitzung versammeln. Es sei auch im Gebiet der Kleinstadt Chalchul zu gewaltsamen Konfrontationen zwischen der Armee und Palästinensern gekommen, hieß es. Die Stadt Hebron wurde abgeriegelt.

Seit dem Verschwinden der Jugendlichen auf dem Heimweg am 12. Juni hat die israelische Armee bei Razzien nach eigenen Angaben etwa 420 Palästinenser festgenommen, die meisten davon Hamas-Mitglieder. dpa

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