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Wetter
14.06.2014

Nach dem Sturm: Das große Aufräumen im Westen

Die Bundeswehr kommt der sturmgeplagten Landeshauptstadt Düsseldorf zu Hilfe.
Foto: Rolf Vennenbernd (dpa)

Im sturmgeplagten Nordrhein-Westfalen war auch am Freitag der Bahnverkehr empfindlich gestört. Zum Knotenpunkt nach Essen kam selbst am vierten Tag nach dem Sturm kein Zug durch.

In Düsseldorf, Essen und Neuss waren wegen der Sturmschäden zahlreiche Kitas geschlossen, Parks und Friedhöfe durften wegen der Gefahr durch herunterfallende Äste nicht betreten werden. In der Landeshauptstadt hat die Bundeswehr mit 300 Soldaten ihren Hilfseinsatz begonnen. Schwere Bergepanzer räumten Bäume aus dem Weg. Spätestens bis Sonntag sollen die Straßen und Wege wieder befahrbar sein.

Auch in anderen betroffenen Städten ging das große Aufräumen weiter. Tief "Ela" hatte am Montagabend die Region mit schweren Gewitterstürmen überzogen. Bis Montag sollen zumindest in Neuss und Essen die meisten Kitas und Schulen wieder öffnen. Für das Wochenende sagten die Kommunen Veranstaltungen unter freiem Himmel ab.

Der Bahnverkehr war am Freitag weiter empfindlich gestört. Neben Essen waren auch Recklinghausen, Herne und Gelsenkirchen abgeschnitten. Die Bahn setzte Hunderte Mitarbeiter für Aufräumarbeiten an den Trassen ein. Zehn spezielle Reparaturwagen waren auf den Schienen unterwegs.

"Die Beseitigung der schwersten Schäden liegt noch vor uns", sagte NRW-Bahnchef Reiner Latsch. 600 Kilometer Gleise konnten am Freitag weiterhin nicht befahren werden. Insgesamt waren 1500 Kilometer Gleise durch den Sturm beschädigt worden. Voraussichtlich im Lauf des Wochenendes wollte die Bahn die Strecke zwischen Duisburg und Dortmund freigeben.

Die "mobilen Kettensägetrupps" der Bundeswehr wurden in Düsseldorf vor allem in Waldgebieten eingesetzt. Allein in Düsseldorf wurden 17 000 Bäume Opfer des Sturms. Beim Orkantief "Kyrill" im Januar 2007 waren es laut Feuerwehr 800 Bäume gewesen. (dpa)

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