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#SchwarzesDeutschland

06.06.2020

Wie Twitter-Nutzer auf Rassismus in Deutschland hinweisen

Der Tod von George Floyd hat die Menschen in Amerika in Aufruhr versetzt. Aber Rassismus ist nicht nur in den USA ein Problem.
Bild: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Rassismus ist nicht nur in den Vereinigten Staaten ein Problem. Auf Twitter berichten derzeit Menschen darüber, welche Erfahrungen sie mit Rassismus in Deutschland machen.

Der Tod von George Floyd hat die Menschen in Amerika in Aufruhr versetzt. Seit mehr als einer Woche demonstrieren junge Amerikaner überwiegend friedlich gegen Rassismus und Polizeigewalt. Dabei erfahren sie aus allen Teilen der Welt Solidarität. Die drückt sich beispielsweise in Aktionen wie "Blackout Tuesday" aus, bei der User weltweit auf Instagram mit schwarzen Bilder auf das Problem Rassismus aufmerksam machten.

Rassismus ist kein rein amerikanisches Problem

Dass Rassismus aber kein rein amerikanisches Phänomen ist, darauf weisen derzeit Twitter-User unter dem Hashtag "SchwarzesDeutschland" hin. Gestartet hat die Aktion die Nutzerin Jade S. Kye. In ihrem Tweet vom 31. Mai ruft die Studentin Menschen dazu auf, von ihren Erfahrungen mit Rassismus hierzulande zu berichten.

Sie selbst erzählt dabei von Vorfällen, die sie als Afrodeutsche erlebt hat. Beispielsweise werde sie gefragt, ob sie Drogen verkaufe oder ob man ihre Haare anfassen dürfe. Immer wieder schildert sie auch Fälle von Racial Profiling, weil sie häufiger als andere Personen von der Polizei kontrolliert werde.

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#SchwarzesDeutschland: Aufruf zur Zivilcourage auf Twitter

Dem Aufruf folgten auch zahlreiche weitere Nutzer, um von ihre alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus öffentlich zu machen.

Jade S. Kye geht es bei der Aktion aber nicht nur darum, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Sie fordert Zivilcourage ein und erwartet von all denjenigen, die sich über die geschilderten Beispiele empören, Verantwortung zu zeigen. Man solle mit offenen Augen durch die Welt gehen und sich in Situationen des Alltagsrassismus einschreiten.

Ein Zeichen gegen Rassismus soll am heutigen Samstag auch in 25 deutschen Städten gesetzt werden. Zu Anti-Rassismus-Demonstrationen werden Tausende Teilnehmer erwartet. Die Veranstalter riefen dazu auf, in schwarzer Kleidung zu erscheinen und dem Mord an George Floyd schweigend zu gedenken. In Augsburg findet die "Silent Demo" um 14 Uhr an der Alten Augsburger Sporthalle statt. In München ist sie für 15 Uhr auf dem Königsplatz geplant. (mit dpa)

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