Newsticker
Bundesverfassungsgericht: Corona-Demo in Stuttgart bleibt verboten
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Wie ein Ex-Premierminister zum Chauffeur von vier jungen Männern wurde

Australien

08.04.2021

Wie ein Ex-Premierminister zum Chauffeur von vier jungen Männern wurde

Kevin Rudd, Australiens Ex-Premierminister.
Foto: Lukas Coch, dpa (Archivbild)

Vier angetrunkene Männer zwängen sich in ein Auto. Am Steuer sitzt Australiens früherer Regierungschef Kevin Rudd. Was dann passiert, ist ziemlich unglaublich.

Ist ja fast Wochenende, warum nicht ein bisserl fantasieren. Also, nur mal angenommen: Vier junge Männer, nach einem stundenlangen Restaurant-Besuch ziemlich bedudelt, wollen sich kutschieren lassen, sagen wir, weil es in Strömen regnet. Taxi ist zu teuer, dann lieber Uber. Bei dessen Autos sieht man manchmal nicht gleich, dass es ein Fahrdienst ist, aber wen kümmert’s?

Die Jungs also raus aus dem Restaurant, direkt davor steht ein Wagen – wird schon Uber sein, also rein. Fahrer sagt: Sorry, bin nicht von Uber. Jungs sagen: Könnten Sie uns trotzdem fahren, wir zahlen auch. Fahrer sagt: Na gut. Also los. Unterwegs lockeres Geplauder. Auf halbem Weg erkennen die Jungs, wer hinter dem Steuer sitzt. Sagen wir, es ist: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Wie hätte Ex-Kanzler Gerhard Schröder wohl auf die vier jungen Fahrgäste reagiert?
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Die Geschichte ist so natürlich nie passiert, wie gesagt: reine Fantasie. Das heißt, nicht ganz... Sie ist genau so passiert. Aber nicht in Deutschland, sondern in Australien. Der Fahrer hieß auch nicht Gerhard Schröder, sondern Kevin Rudd, 63, Premierminister des Landes von 2007 bis 2010 und ein weiteres Mal zwischen Juni und September 2013.

Was wäre passiert, wenn der Fahrer Gerhard Schröder gewesen wäre?

Rudds Tochter Jessica hat die Anekdote in den sozialen Netzwerken erzählt. „Mein Vater hatte uns gerade vor einem Restaurant rausgelassen und suchte einen Parkplatz.“ Dann sah sie, wie sich die vier Jungs plötzlich in Papas Auto zwängten. Der Rest der Geschichte – siehe Gerhard Schröder. Kevin Rudd hat sie übrigens auf Twitter bestätigt. Und wie fand er die „Kunden“? „Nette junge Leute.“

Stellt sich nur die Frage, ob Schröder sie auch kutschiert hätte. Oder zu den angetrunkenen Fahrgästen einfach gesagt hätte: „Hol’ mir mal ’ne Flasche Bier.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren