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Uhr-Umstellung

29.03.2020

Zeitumstellung 2020: Wann kommt die Sommerzeit? Uhr vor oder zurück stellen?

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020 stand an. Wann wurden die Uhren umgestellt - und sollte die Uhr-Umstellung nicht abgeschafft werden?
Bild: Daniel Naupold, dpa (Symbolbild)

Wann war die Zeitumstellung auf Sommerzeit 2020? Und wie wurden die Uhren umgestellt? Vor oder zurück? Und was ist aus der Abschaffung der Uhr-Umstellung geworden?

Wann war 2020 Zeitumstellung auf die Sommerzeit? Diese Frage müssen sich auch dieses Jahr wieder die Menschen in Deutschland stellen. Denn die geplante Abschaffung der Zeitumstellung lässt noch auf sich warten. Hier gibt es die Infos:

Wann ist die Zeitumstellung 2020 auf Sommerzeit?

Termin für die Umstellung auf Sommerzeit 2020 in Deutschland war heute, am 29. März. An diesem Datum wurden um 2 Uhr morgens die Uhren um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. Die Folge: Uns wurde eine Stunde Schlaf gestohlen, wir mussten gefühlt früher aufstehen.

Allerdings hat die Zeitumstellung im Frühjahr auch einen gefühlten Vorteil: Nach der Arbeit bleibt es eine Stunde länger hell, man hat also eigentlich ein wenig mehr vom Tag.

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Zeitumstellung von Winterzeit auf Sommerzeit: Uhr vor oder zurück stellen?

Uhr umstellen: Wie war das noch gleich? Wann die Uhr vor- und wann zurückgestellt wird, können sich viele nicht merken. Deswegen hier noch einmal die Details. Wann werden die Uhren umgestellt?

  • Im März wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Auf 1.59 Uhr nachts folgt also 3.00 Uhr.
  • Im Oktober wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt. Auf 2.59 Uhr folgt nachts 2.00 Uhr.

Uhr-Umstellung: Wie sieht es mit der Abschaffung der Zeitumstellung aus?

Doch, tatsächlich soll die Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit und wieder zurück abgeschafft werden. Anfang Juli 2018 durften die EU-Bürger bei einer Online-Abstimmung sagen, was sie von der Zeitumstellung halten - und sprachen sich mit großer Mehrheit von 84 Prozent für deren Abschaffung aus.

Die EU-Kommission schlug daraufhin vor, schon von 2019 an nicht mehr an der Uhr zu drehen. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen. Doch das ist offensichtlich schwieriger als gedacht. Die Abschaffung dürfte nicht vor dem Jahr 2021 erfolgen.

Uhr umstellen: Seit wann und warum gibt es bei uns in Deutschland eine Zeitumstellung?

Uhr umstellen wann und warum? Während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs gab es in Deutschland bereits eine Umstellung von Winter- auf Sommerzeit, die jedoch keinem klaren Schema folgten. Die erneute - und dauerhafte - Einführung eines Wechsels zwischen Sommer- und Winterzeit wurde in der Bundesrepublik Deutschland 1978 beschlossen, trat allerdings erst 1980 in Kraft. Ein Grund war der Wunsch, sich den westlichen Nachbarländern anzupassen, die die Sommerzeit bereits 1977 aus energiepolitischen Gründen eingeführt hatten. Ein weiterer Grund war die Tatsache, dass sich BRD und DDR über die Einführung der Sommerzeit einigen mussten, damit Deutschland und insbesondere Berlin nicht auch zeitlich geteilt wurden.

1996 wurde die Uhrumstellung EU-weit vereinheitlicht, seitdem stellen die Menschen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Und wozu das Ganze? Eigentlich soll durch die Zeitumstellung das Tageslicht besser genutzt und dadurch Energie gespart werden. Der tatsächliche Nutzen ist allerdings umstritten.

Wer leidet besonders unter der Zeitumstellung?

Es sind vor allem die Kinder. "Kinder brauchen nach der Zeitumstellung schon mal eine Woche, in Einzelfällen auch zwei Wochen, bis der neue Biorhythmus sich eingependelt hat", sagte der Augsburger Kinder- und Jugendarzt Christian Uebler in einem Interview.

Ähnlich wie bei Erwachsenen sei durch die Zeitumstellung "mit einem gewissen Schlafdefizit und mit Auswirkungen auf die Befindlichkeit und vermehrter Tagesmüdigkeit zu rechnen", erläuterte der Mediziner.

Wie kann man Kinder auf die Zeitumstellung auf Sommerzeit vorbereiten?

Im Vorfeld könne man relativ wenig tun, um den Kindern die Umstellung zu erleichtern, meinte der Facharzt. "Theoretisch kann man die Kinder natürlich in der Woche vor der Zeitumstellung jeden Tag ein paar Minuten früher ins Bett bringen." Meistens funktioniere das aber nicht sehr gut, weil "äußere Taktgeber" wie der Beginn der Krippe oder des Kindergartens den Tagesrhythmus bestimmten. (AZ)

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