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Rendsburg

09.05.2019

Zug stoßt mit Schwerlaster zusammen - zwölf Verletzte

Der Lokführer schaffte es trotz Schnellbremsung nicht, die Kollision verhindern. Foto: Carsten Rehder
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Der Lokführer schaffte es trotz Schnellbremsung nicht, die Kollision verhindern.
Bild: Carsten Rehder, dpa

Schwere Kollision am Mittwochmorgen: In Schleswig-Holstein stößt ein Personenzug mit einem Schwerlaster zusammen. Zahlreiche Menschen werden verletzt.

Ein Regional-Express ist am Mittwochmorgen mit einem Schwerlaster an einem Bahnübergang in Schleswig-Holstein zusammengeprallt. Der Unfall ereignete sich in der Nähe von Rendsburg. Dabei wurden laut Bundespolizei zwölf Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Eines der Unfallopfer musste mit einem Rettungshubschrauber in die Uniklinik Kiel gebracht werden. Zunächst war die Polizei von rund 20 Verletzten ausgegangen. Glücklicherweise musste einige Reisende nur am Unfallort von Sanitätern untersucht und behandelt werden. Trotzdem waren mehr als 100 Einsatzkräfte am Ort des Geschehens. Dieser war ein Bahnübergang mit Schranke.

Wie konnte es also zu dem folgenschweren Unfall bei Rendsburg im Norden Deutschlands kommen?

Schwerlaster bleibt auf Bahnübergang bei Rendsburg stehen

Der Regionalzug war laut Polizei am Morgen gegen halb fünf Uhr mit dem Schwerlaster zusammengestoßen. Warum die fünfachsige Sattelzugmaschine mit Tieflader auf dem Übergang stehengeblieben war, blieb zunächst unklar. Auf dem Tieflader stand eine 70 Tonnen schwere Arbeitsmaschine mit Kettenantrieb. Der Lastwagenfahrer habe sich kurz vor dem Unfall mit einem Sprung aus seinem Fahrerhaus gerettet, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Der Zug entgleiste zum Teil.

Der Regional-Express wurde bei der Kollision stark beschädigt.
Bild: Carsten Rehder, dpa

Der Lokführer schaffte es trotz Schnellbremsung nicht, die Kollision verhindern. Das erste Drehgelenk der Lok sprang aus den Gleisen, schilderte die Polizei. Der übrige Zug blieb auf den Schienen und kam nach etwa 200 Metern zum Stehen. Im Zug waren 22 Fahrgäste, der Lokführer und ein Zugbegleiter.

Bis Sonntagabend Einschränkungen beim Bahnverkehr

Durch den Unfall wurde der Verkehr auf der wichtigen Strecke von Hamburg über Flensburg nach Dänemark erheblich beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn ging davon aus, dass die Einschränkungen bis Sonntagabend andauern werden. Zwischen Flensburg und Rendsburg fahren statt RE-Zügen nun Busse. Der Fernverkehr wird ebenfalls teils durch Busse ersetzt oder über Kiel umgeleitet. 

Zwölf Menschen sind bei dem Bahnunfall nahe Rendsburg verletzt worden.
Bild: Carsten Rehder, dpa

Nach der Kollision in dem Ort Alt Duvenstedt müssen rund 300 Meter Gleis erneuert, die Oberleitung instandgesetzt und die Technik des Bahnübergang ausgetauscht werden. Diese Arbeiten können laut der Deutschen Bahn erst beginnen, wenn Zug und Sattelschlepper von der Strecke geräumt wurden. Diese Arbeiten waren am Mittwochmittag in vollem Gange, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte.

Unfall auch an einem bayerischen Bahnübergang bei Ingolstadt

Auch in Bayern gab es am Mittwochmorgen einen Unfall auf einem Bahnübergang - beim Vorfall in der Nähe von Ingolstadt kam eine Autofahrerin allerdings mit leichten Verletzungen davon.

Die Zahl der Unfälle an Bahnübergängen ist in Deutschland zuletzt tendenziell gesunken. 140 solcher Ereignisse gab es nach den jüngsten Zahlen der Deutschen Bahn im Jahr 2016. 2002 waren es noch fast 300 gewesen. (dpa)

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