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Wolfgang Priklopil

27.03.2013

Zweifel an Todesumständen von Natascha Kampuschs Entführer

Natascha Kampusch war als Zehnjährige 1998 entführt worden.
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Natascha Kampusch war als Zehnjährige 1998 entführt worden.

Als Natascha Kampusch geflohen war, hatte sich ihr Entführer Wolfgang Priklopil vor den Zug geworfen. Doch ein Gutachten wirft jetzt eine ganz andere Theorie auf.

Was passierte während der Gefangenschaft von Natascha Kampusch? Wie starb ihr Peiniger Wolfgang Priklopil wirklich? Um den wohl weltweit bekanntesten Entführungsfall der Österreicherin Natascha Kampusch ranken sich viele Verschwörungstheorien. So wurde zum Beispiel zeitweise behauptet, Priklopil habe Mittäter gehabt und Natascha Kampusch sei von ihm geschwängert worden. Die Theorien hatten bei Natascha Kampusch seinerzeit für große Empörung gesorgt.

Wie starb Wolfgang Priklopil?

Nun kommt eine neue Theorie auf. Es geht um die Todesumstände des Täters Wolfgang Priklopil . Als Natascha Kampusch im August 2006 aus dem Kerker fliehen konnte, beging Wolfgang Priklopil  Selbstmord. Er warf sich vor einen Schnellzug. Der Umstand des Todes des Entführers schien bislang klar. Doch nun kommen Zweifel auf. Wie oesterreich.at berichtet, glaubt Karl Kröll nicht an diese Version. Karl Kröll ist der Bruder des verstorbenen Hauptermittlers im Fall Kampusch. Laut dem österreichischen Nachrichtenportal will Kröll anhand eines Gutachtens beweisen, dass Wolfgang Priklopil  ermordet wurde. Das Gutachten stützt sich auf eine Analyse der Fotos des Toten und auf Meinungen von Zugexperten. Der Fall Natascha Kampusch

"Der Tatort wirkt inszeniert"

Dabei soll ein Foto der Leiche mehrere Fragen aufwerfen. Kröll glaubt an einen inszenierten Tatort. So würde Priklopils Körper zwischen den Schienen liegen. Der Kopf fast abgetrennt. „Jede Schnellbahnlok hat an der Front einen Schutzschild, der einen Abstand von 10 Zentimetern zu den Geleisen aufweist. Deshalb muss der Kopf oder der Körper – je nachdem, wie die Person auf den Schienen lag – zerfetzt worden sein“, wird Kröll von oesterreich.at zitiert. Mysteriös sei auch, dass der tonnenschwere Zug den Kopf nicht komplett vom Körper abgetrennt habe. Außerdem liege ein Schuh Priklopils auf den Gleisen neben der Leiche. Durch den Luftzug des Schnellzuges hätte dieser aber weggetragen werden müssen, glaubt Kröll. AZ

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