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Frankreich
23.02.2022

Corona-Regeln in Frankreich: Ungeimpfte brauchen frischen Test - Land vertraut auf Gesundheitspass

Vor allem Paris ist ein beliebtes Reiseziel in Frankreich. Aber welche Regeln gelten für die Einreise und für Urlaub im Land?
Foto: Kay Nietfeld, dpa (Archivbild)

Bei der Einreise geht Frankreich doppelt auf Nummer sicher. Im Land selbst regelt der Gesundheitspass vieles. Das sind die Corona-Regeln in Frankreich.

Frankreich ist international wohl der wichtigste Partner Deutschlands, gerade im Hinblick auf den Zusammenhalt in der EU. Darüber hinaus hat die „Grand Nation“ auch allerhand Sehenswürdigkeiten zu bieten, die selbst während der Corona-Pandemie eine Reise wert sind. Dabei müssen aber natürlich einige Regeln beachtet werden.

Einreise nach Frankreich: Nicht geimpfte Menschen müssen negativen Test vorweisen können

Das beginnt schon bei der Einreise. Geimpfte müssen ihren Impfausweis vorweisen können. 

Minderjährige, die geimpfte Erwachsene begleiten, können unabhängig von ihrem Impfstatus zu den gleichen Voraussetzungen das Land betreten, informiert die französische Botschaft in Berlin. Für Minderjährige über zwölf Jahren gilt jedoch: Sind sie nicht geimpft, müssen sie einen höchstens 24 Stunden alten PCR- oder Antigentest vorzeigen.

Corona-Regeln in Frankreich: Ungeimpfte brauchen zur Einreise einen höchstens 24 Stunden alten Test

Da Deutschland aus französischer Sicht wie alle EU-Nationen zu den Ländern der grünen Liste zählt, ist eine Quarantänepflicht auch für nicht-geimpfte Erwachsene nicht vorgesehen. Allerdings müssen diese ebenfalls einen PCR- oder Antigentest vorlegen, der maximal 24 Stunden zurückliegt. Bei Genesenen genügt das entsprechende Zertifikat.

Ausnahmen gibt es für Personen aus dem Grenzgebiet, die sich für weniger als 24 Stunden in einem Umkreis von 30 Kilometern um ihren Wohnort herum bewegen, beruflich Reisende, bei denen die Dringlichkeit oder Häufigkeit der Reisen eine Testdurchführung nicht erlaubt, oder Berufstätige im Güterverkehr im Rahmen der Ausübung ihrer Tätigkeit. Ein entsprechender Nachweis ist jedoch mitzuführen.

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Auch Nicht-Geimpfte müssen die schon angesprochene eidesstattliche Erklärung vorzeigen können. Neben den Angaben der Version der Geimpften wird zudem von Über-Zwölfjährigen verlangt, sich bei der Ankunft im Land zu einem virologischen Test bereitzuerklären und bei einem positiven Ergebnis eine siebentägige Selbstisolation einzuhalten.

Video: SAT.1

Corona-Maßnahmen in Frankreich: Maskenpflicht in geschlossenen Räumen mit Menschenverkehr gilt ab elf Jahren

Eine Maskenpflicht im Freien gibt es nicht, jedoch muss bei Menschenansammlungen in Warteschlangen oder auf Märkten laut Auswärtigem Amt ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Grundsätzlich müssen alle Personen ab elf Jahren in allen öffentlich zugänglichen geschlossenen Räumen eine Maske aufsetzen. Dies gilt also etwa in Flughäfen, Bahnhöfen, Banken und Geschäften.

Ebenso müssen Mund und Nase in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, zu denen auch Taxis zählen, bedeckt werden. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit Geldstrafen geahndet, beim ersten Mal sind 135 Euro fällig, im Wiederholungsfall können sogar 3750 Euro verhängt werden.

Gesundheitspass informiert in Frankreich über Impfung, Genesung oder Test

In Frankreich müssen mittlerweile alle Menschen ab einem Alter von zwölf Jahren und zwei Monaten einen Gesundheitspass - den „pass sanitaire“ - mit sich führen, wenn sie öffentliche Einrichtungen oder Verkehrsmittel aufsuchen. Dieser informiert über Impfung, Genesung oder Testung, wobei Letztere höchstens 24 Stunden zurückliegen darf. Der Nachweis kann in französischer oder englischer Sprache in Papierform mitgeführt werden oder digital zur Hand sein und muss als QR-Code verschlüsselt sein.

Der Gesundheitspass ist die Eintrittskarte für Cafés, Bars und Restaurants (auch die Außenbereiche), Einkaufszentren, Kaufhäuser, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Einrichtungen der Alten- und Krankenpflege sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Theater, Kinos, Museen oder Freizeitparks, in denen sich mehr als 50 Menschen befinden. Aber auch bei der Nutzung von Flugzeugen, Zügen und Bussen - ausgenommen der Nahverkehr - muss er vorgezeigt werden. Es gilt also auch beim Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln über längere Strecken die 3G-Regel.

Corona-Regeln in Frankreich: Restaurants und Cafés dürfen Hälfte der Plätze belegen

In Restaurants und Cafés ist laut „ADAC“ eine Auslastung von 50 Prozent der Plätze erlaubt, zudem dürfen an einem Tisch höchstens sechs Gäste sitzen. Wer hier ohne Gesundheitspass erwischt wird, muss 135 Euro zahlen. In Innenräumen darf an der Bar stehend weder gegessen noch getrunken werden. Für Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals und Sportevents sind maximal 5000 Menschen mit Nachweis zugelassen.

Nachtclubs und Diskotheken sind geschlossen, in Bars oder Restaurants darf nicht getanzt werden.

Interessant: Laut Auswärtigem Amt sind Corona-Tests für den Besuch von Kultur- und Freizeitstätten kostenpflichtig. Für einen Antigentest müssen demnach 30 Euro gezahlt werden, bei einem PCR-Test sind es 49 Euro.

Für Personen über 65 Jahre gilt die Impfung nur noch ein halbes Jahr nach der Verabreichung oder nach dem  Booster-Pieks als vollständig. Ab 15. Januar greift für alle ab 18 Jahren eine entsprechende Sieben-Monats-Regel.

Da Frankreich als Hochrisikogebiet gilt, ist bei der Rückkehr für Nicht-Geimpfte und -Genesene ein maximal 72 Stunden zurückliegender PCR-Test oder ein maximal 48 Stunden alter Antigentest verpflichtend. Anschließend folgt für diese Personen eine bis zu zehntägige Quarantäne, die nach frühestens fünf Tagen durch Freitestung beendet werden kann. Kinder unter zwölf Jahren benötigen keinen Test, müssen sich aber für fünf Tage isolieren.

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